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Macho aus dem Wien-Museum

LANDESTHEATER / ANATOL

23/03/15 Einen ganzen Abend lang das Geseiere eines beziehungs-unfähigen und selbst-verliebten Machos anhören zu müssen, das verlangt viel Geduld von der p.t. Zuschauerin. Das verlangt starke schauspielerische Momente, soll es überhaupt erträglich sein. Sascha Oskar Weis ist der verletzliche und gar nicht unsympathische „Anatol“ in Michael Gampes Inszenierung des Schnitzler-Klassikers.

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Eine „Wunderübung“ für die Lachmuskeln

KLEINES THEATER / DIE WUNDERÜBUNG

20/03/15 Keine Liebes- sondern eine Kampfbeziehung attestiert der Paartherapeut dem Ehepaar Dorek. Doch ist die Liebe aus vergangenen Tagen tatsächlich verschwunden oder ist nicht doch noch ein kleiner Funke davon spürbar? Im Kleinen Theater feierte in der Regie von Fabian Kametz der "neue Glattauer" bejubelte Premiere.

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Am Ende – nicht nur aller Listen

SCHAUSPIELHAUS / ODYSSEUS, VERBRECHER

20/03/15 Die „Abenteuer“ sind nur noch archaische Erinnerung oder beklemmender Albtraum von Menschenfressern und Hexen, von Verstümmelung und Mord. Aus dem „Listenreichen“ wurde der „Städtezerstörer“. Endlich in der Heimat gestrandet, lehrt der Heimkehrer Odysseus als erstes seinen Sohn das blutige Kriegshandwerk. „Odysseus,Verbrecher!“

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Demontage einer Vorzeigefamilie

LANDESTHEATER / KAMMERSPIELE / ZORN

19/03/15 Rechte Schmieraktionen sind nicht erst seit der Verunstaltung der Stolpersteine oder des Euthanasiedenkmals in Salzburg ein Aufreger - dessen Bewertung von NS-Wiederbetätigung bis zu jugendlicher Dummheit reichen kann. Jedenfalls geht es genau darum im Stück „Zorn“ der australische Dramatikerin Joanna Murray-Smith, das am Mittwoch (18.3.) in den Kammerspielen seine österreichische Erstaufführung feierte.

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Julia, Romeo und ihre aufrichtig gegenderte Liebe

ARGEkultur / ROMEO + JULIA REBOOTED

16/03/15 Könnte leicht sein, ist sogar wahrscheinlich, dass sie sich eine solche Aufführung in zehn Jahren nicht mehr zu machen getraut. Aber gerade die schier draufgängerische Schauspiel-Freude der jungen Salzburgerin Sarah Zaharansi macht „Romeo + Julia rebooted“ so sympathisch.

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…dass es so nicht geschehen sein wird

SCHAUSPIELHAUS / RECHNITZ (DER WÜRGEENGEL)

04/03/15 „Wir alle werden gewusst haben, wie sich Eltern und Großeltern verhalten hätten sollen.“ In ihrem Stück „Rechnitz (Der Würgeengel)“ schraubt sich Elfriede Jelinek durch Konjunktiv-verbrämte Vorvergangenheit und Vorzukunft. Das sagt viel aus über den wenig tragfähigen Grund, auf dem wir uns beim Blick in die Zeiteschichte bewegen.

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Ab morgen heißt es wieder „Bim Bam“

TOIHAUS / KLEINKINDERTHEATER-FESTIVAL

20/02/15 Jedes Kind hat schon mal Steine aufgeklaubt, und manche Form hat in den jungen Leuten (und auch in ihren Eltern) die Imagination zu Figuren hervorgerufen. Der Spanier Tian Gombau hat das Figurenspiel mit Steinen, des also jedem noch so kleinen Kind ganz nahe sein sollte, für eine Theaterproduktion genutzt.

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Das Chamäleon lässt die Köpfe rollen

ARGEkultur / JOSEPH FOUCHÉ

09/02/15 Die Köpfe rollen dem Publikum schon entgegen noch während es seine Plätze einnimmt. Die auf der gesamten Bühne verteilten Styroporköpfe sind nur ein Detail der von Petra Schönwald virtuos in Szene gesetzten Bühnenbearbeitung von Stefan Zweigs Biographie „Joseph Fouché“.

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Ein Abend für die Trüffelschweine

MotzART KABARETT FESTIVAL / CHRISTINE PRAYON

09/02/15 „Kant hat sein ganzes Leben lang Kabarett gemacht, und alle haben’s für Philosophie gehalten.“ Vielleicht ist das einer der Angelpunkte für den deutschen Humor. Gibt es ihn überhaupt? Danach fragte Christine Prayon am Abschlussabend des Kabarettfestivals in der ARGEkultur.

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Deutsche Politiker und 72 Jungfrauen

MotzART KABARETT FESTIVAL / MAX UTHOFF

06/02/15 Noch ein zwei Abende Deutsche Staatsbürgerkunde in der Volkshochschule – pardon in der ARGEkultur natürlich, dann schaffen wir locker den Einbürgerungstest für Asylwerber in Deutschland.

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Es kommt der Moment, wo es aufhört

LANDESTHEATER / KAMMERSPIELE / NACH EUROPA – ÜBER DAS MEER

06/02/15 Der deutsche Journalist Wolfgang Bauer ist ein Günter Wallraff der Immigration aus Afrika. Undercover machte er sich auf den Weg, mit syrischen Flüchtlingen. Von Ägypten (wo diese Leute auch schon Exilanten waren) nach Europa. Seine aufrüttelnden Menschenbilder konnte man in der „Zeit“ nachlesen und seit vorigem Herbst auch im Buch (bei Suhrkamp). Und nun – als Uraufführung – auf der Bühne, in den Kammerspielen des Landestheaters: „Über das Meer“.

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Pudelmenschen und Kötermenschen

SCHAUSPIELHAUS SALZBURG / EIN VOLKSFEIND

05/02/15 Der Begriff „Gutmensch“ war in Ibsens Jahrhundert noch nicht geprägt. Hätte er ihn fallen lassen in Hinblick auf die Hauptfigur seines Stücks „Ein Volksfeind“? Und hätte er ihn desavouierend, beißend ironisch gebraucht? „Gutmensch“ und „Wutbürger“ gar in fataler Personalunion?

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Langer Atem für die bayerische Seele

MotzART KABARETT FESTIVAL / CHRISTIAN SPRINGER

04/02/15 Wir freuen uns wirklich, wir Österreicher und vor allem wir Salzburger, dass sich so ein Bayer stärker vom Süden angezogen fühlt, als vom Norden mit Berlin und Mecklenburger Seenplatte. Ein kleines Stück Bayern hat ja tatsächlich mal zu Salzburg gehört. Christian Springer lässt mit seinem neuen Programm „Oben ohne“ ausführlich in die bayrische Seele blicken.

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Wir sollten zu den Deutschen halten

MotzART KABARETT FESTIVAL / DORFER & SCHEUBA

02/02/15 „Sollten Sie Fußball schlechter finden als Dieter Bohlen, werden wir Sie heute Abend nicht erreichen.“ Doch Alfred Dorfer und Florian Scheuba haben uns alle erreicht: Die echten Fußball-Freunde vielleicht. Sicher aber die Angehörigen der „Wurst-Gruppe“. Dazu zählen alle jene, denen „erwachsene Männer, die in kurzen Hosen einem Ball nachlaufen“ sonst am A… vorbei gehen.

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Von Herzen anfiesen

SCHAUSPIELHAUS / SCHWESTERN

01/02/15 „Dicker, fetter Elefant! Papas Nettprinzessin! Suppengespenst! Schief geschissenes Hängebauchschwein! Eingedoster Nilpferdpfurz! Plattnasenpavian!“ Bei der Premiere von Theo Fransz' Kinder- und Jugendstück „Schwestern“ in der Regie von Harald Fröhlich konnte man bezüglich Schimpfwörter echt noch was lernen.

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