asdf
 

GOTTESLOB

Fünf Millionen Exemplare verkauft

16/08/14 Dass das neue Kirchengesangsbuch „Gotteslob“ ein Bestseller wurde, ist nicht weiter verwunderlich – schließlich ist seine Verwendung in allen Kirchen des deutschen Sprachraums von oben verordnet.

Insofern ist die Jubelmeldung, dass fünf Millionen Exemplare verkauft sind, nicht so furchtbar spektakulär. Die imponierende Zahl unterstreicht aber, wie gut es war, dass man doch sehr viel Mühe investiert und sehr auf die musikalische Qualität der Gesänge geschaut hat. Das war im Vorgängerbuch (erstveröffentlicht 1975) keineswegs so. Damals, unmittelbar nach Zulassung von Deutsch als Liturgiesprache, haben die Theologen die Praktiker eher vor sich her getrieben. Da ist im neuen „Gotteslob“ mancher Wildwuchs zurechtgestutzt.

Fünf Millionen verkaufte Exemplare des neuen Gotteslobs heißt: Kein weltliches oder anderes geistliches Gesangsbuch ist so verbreitet – und für viele Menschen ist es vermutlich nach dem Musikunterricht in der Schule das einzige, das sie wenigstens gelegentlich in die Hände bekommen.

Was man nicht an die große Glocke hängt: Neun Monate nach Einführung des neuen „Gotteslob“ in allen deutschsprachigen Diözesen gibt es für die über sechshundert Gesänge des Stammteils noch immer kein Orgelbuch. Da ist für die Organisten also Frei- oder Blindflug angesagt. In Österreich hatte man die Hausaufgaben schon beim Erscheinen des Buchs Ende November 2013 fertig: Für den gemeinsamen Liedteil aller österreichischen Diözesen sind zugleich mit dem Gesangbuch auch die Begleitnoten für Orgel verfügbar gewesen. (Kathpress/dpk-krie)

 

DrehPunktKultur - Die Salzburger Kulturzeitung im Internet ©2014