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STEFAN-ZWEIG-TAGUNG

Bollwerk gegen Hetze und Stimmungsmache

04/12/15 Menschenrechte, Flucht und Exil und damit auch die aktuelle Lage der Flüchtlinge, die vorwiegend aus Syrien, Irak und Afghanistan zu uns nach Europa kommen: Das waren Themen bei der ersten Stefan-Zweig-Tagung an der Pädagogischen Hochschule (PH) der Universität Salzburg am Mittwoch (2.12.).

Die Vorträge thematisierten philosophische und rechtliche Aspekte der Menschenrechte wie auch praktische Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit. „Die aktuelle Situation im Zuge der Flüchtlingssituation braucht den fundierten Rat der wissenschaftlichen Institutionen und Forschungseinrichtungen mehr denn je“, so Landesrätin Martina Berthold, zuständig für Elementar- und Erwachsenendbildung, Asyl und Wissenschaft. „Alle gesellschaftlichen Bereiche sind betroffen. Vor allem die kritische Reflexion der Geisteswissenschaften ist hier notwendig und hilfreich. Alle sind gefordert, die Psychologie, Pädagogik aber auch die Philosophie und Politikwissenschaft.“ Diese wissenschaftlichen Disziplinen „können, ja müssen ein Bollwerk des Wissens gegen unlautere Gerüchteküche, Hetze und Stimmungsmache bilden“, so Martina Berthold.

Neben Landesrätin Martina Berthold diskutierten am Podium Klemens Renoldner (Leiter des Stefan Zweig Centres Salzburg), Annemarie Steidl (Dozentin an der Universität Wien für Historische Migrationsforschung), Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt, Gerlinde Hörl (Caritas Salzburg) sowie Claudia Winklhofer von der PH Salzburg.

Seit 2014 ist Stefan Zweig Namensgeber der Pädagogischen Hochschule Salzburg. Er lebte zwanzig Jahre in Salzburg, bis er 1933 vor den Nationalsozialisten flüchten musste. 1942 verübte er im brasilianischen Exil Selbstmord. Der Schriftsteller steht mit seinem Leben und Werk für viele wichtige Themen, mit dem sich die pädagogische Institution auseinandersetzt. (LK)

 

 

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