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Die Wohnkultur ist das letzte Kapitel

BAROCKMUSEUM / KELTENMUSEUM

11/01/12 In der Marke „Salzburg Museum“ ist ab sofort ja deutlich mehr Inhalt drin: auch jener des Barockmuseums und des Keltenmuseums. Deshalb stellten kürzlich beim Jahres-Pressegespräch auch die Direltoren dieser Einrichtungen, Regina Kaltenbrunner und Florian Knopp, ihre Vorhaben für die nächsten Monate vor.

altDas Barockmuseum hat, wie schon länger bekannt, ein „Ablaufdatum“. Seit Jahresbeginn gehört es zum Salzburg Museum, und nur noch heuer wird es die Räumlichkeiten am gewohnten Ort, in der Orangerie im Mirabellgarten, bespielen. Dann wird das Barockmuseum geschlossen. Die Objekte der Sammlung Rossacher kommen in das Salzburg Museum und sollen im künftigen musealen Rundgang um den Domplatz ausgestellt werden. Die langjährige Leiterin des Barockmuseums, Regina Kaltenbrunner, braucht sich nicht zu verabschieden von ihren Ölskizzen: Innerhalb des Salzburg Museum wird eine Abteilung Barock neu geschaffen, und sie wird die Leitung übernehmen. Sonderausstellungen freilich werden deutlich spärlicher sein.

Aber für die nächsten zwölf Monate gibt es noch „Business as usual“: Die Schau „Kein Tag sei ohne Strich“ bleibt bis 11. März geöffnet. Es geht um den „lichtscheuen“ und deshalb selten präsentierten Schatz an Handzeichnungen.

altIn die Erforschung und Dokumentation der Geschichte des barocken Ornaments hat Regina Kaltenbrunner über die Jahre viel Energie investiert: Bandlwerk, Akanthus und die Rocaille wurden in den vergangenen Jahren ausführlich erläutert. In einer Fotoschau ab 21. März wird die Sache abgerundet. „Nichts ist dem Kunsthistoriker eine größere Orientierungshilfe bei Datierungsfragen als das Ornament“, so Regina Kaltenbrunner.

Die Sommerausstellung (ab 25. Mai) gilt der „Kunst zu wohnen“. Die letzte Sonderausstellung des Salzburger Barockmuseums widmet sich dem barocken Wohnraum. Anhand von 19 großformatigen (ca. 44 cm x 114 cm) Aquarellen aus einem Augsburger Klebeband wird gezeigt, wie der barocke Großbürger Ende des 18. Jahrhunderts wohnte und das Leben zelebrierte.

Das Keltenmuseum Hallein soll durch die neue Führung nicht nur stärker international positioniert werden, sondern mit der Präsentation der Urgeschichte einen zusätzlichen Schwerpunkt erhalten. Das Thema Kelten, Salzbergbau, Salzhandel und die Stadtgeschichte von Hallein bleiben in vollem Umfang aufrecht.

Die Schnabelkanne vom Dürrnberg kommt im Original nach Hallein, wo sie ja auch hingehört. Aber das Salzburg Museum hat ja auch weitere Bestände, die Hallein-Bezug haben. Deshalb 2012 ab Juni (Stadtfestwoche) die Schau „Typisch Hallein!“, in der solche Stücke gezeigt werden. Aufgrund der historischen Situation – in Hallein gab es im 19. Jahrhundert und lange Zeit auch im 20. Jh. kein Museum –  gelangten zahlreiche Kunstschätze in das damalige „Städtische Museum Carolino Augusteum“, von archäologischen Funden aus dem Salzbergbau vom Dürrnberg über mittelalterliche Kunstwerke bis hin zu Veduten und Porträts Halleiner Bürger. Das „Stille-Nach-Autograph“ von Josef Mohr (um 1824) ist nicht viel weniger prominent als die Schnabelkanne. (Salzburg Museum/dpk-krie)

www.barockmuseum.at, www.keltenmuseum.at
Bilder: Salzburg Museum / Laub

 

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