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Meine Tränen und dein weißes Haar

FESTSPIELE / I DUE FOSCARI

12/08/17 Placido Domingo fasziniert und begeistert mit Stimm- und Darstellungskraft als Francesco Foscari. Er ist der ältere der beiden Vertreter des venezianischen Adelsgeschlechts in der Oper „I Due Foscari“ von Giuseppe Verdi. Der Jubel nach der konzertanten Aufführung am Freitag (11.8.) im Großen Festspielhaus war schier grenzenlos und galt – nicht nur aber vor allem – Placido Domingo.

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Acht Mal Kasimir, acht Mal Karoline

KÜNSTLERGESPRÄCH / FESTSPIELE / 600 HIGHWAYMEN

10/08/17 Mit seinem partizipativen Ansatz ans Theater hat das Ensemble 600 HIGHWAYMEN bereits Erfahrung auf der ganzen Welt gesammelt. Nun inszeniert das Regie-Duo Abigail Browde und Michael Silverstone zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen und zum ersten Mal ein Stück in deutscher Sprache: „Kasimir und Karoline“.

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Stilvoll leiden und sterben am Nil

FESTSPIELE / AIDA

10/08/17 Du sollst dein Heil nicht in die Hände religiöser Fanatiker legen. Das ist die Lehre, die aus der bejubelten „Aida“ im Großen Festspielhaus zu ziehen wäre. Die ägyptischen Priester von Isis, Ptah & Co. schauen aus, wie orthodoxe Geistliche. Sie könnten auch im safrangelben Gewand als buddhistische Mönche daherkommen oder im Habit militant-nationalistischer Franziskaner.

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Die Macht steckt im System

FESTSPIELE / WOZZECK

09/08/17 Es ist nicht eine Welt, es sind viele verwobene Welt-Schichten, die William Kentridge als Regisseur für Alban Bergs Oper „Wozzeck“ im Haus für Mozart geschaffen hat. Apokalyptisch, kriegerisch devastiert, im großen Stil aus den Fugen geraten – und bezwingend.

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Von einem anderen Planeten

FESTSPIELE / HAGEN QUARTETT / SOL GABETTA

08/08/17 Es gibt sie, die Sternstunden der Musik! Eine besonders kostbare bescherten das Hagen Quartett und die Cellistin Sol Gabetta dem Festspielpublikum mit Bach, Schostakowitsch und - unvergesslich - Schuberts Quintett.

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Klangarchitekturen a la russe

FESTSPIELE / WIENER PHILHARMONIKER / NELSONS

07/08/17 Die Wiener Philharmoniker unter Arvid Nelsons mit Daniil Trifonov am Klavier: ein russisches Konzert, welches auch in die Serie „Zeit mit Schostakowitsch“ passt. Die Wiener sind hervorragende Russen, was die Musik betrifft. Die Wiener? Mittlerweile auch die Wienerinnen.

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Gespielt und gekürt

FESTSPIELE / YOUNG CONDUCTORS AWARD              

07/08/17 Höchst erfreulich war der rege Zuspruch zu den Konzerten der drei Finalisten des Young Conductors Award 2017, die sich am Wochenende am Pult der Camerata Salzburg dem Publikum und der Jury stellten. Festspiele und Nestlé beschleunigen Karrieren und vereinigen das Moment eventheischender Spannung mit solider Öffentlichkeitsarbeit und einer eigenwilligen Konzertschiene.

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Drama und Kabinettstück zugleich

FESTSPIELE / KÜNSTLERGESPRÄCH / WOZZECK

07/08/17 Als Bergs Wozzeck 1951 zum ersten Mal auf dem Spielplan der Salzburger Festspiele stand, gab es einen Riesenkonflikt im Direktorium. Drer Kartenverkauf lief so schlecht, dass PR angesagt war. So verbreitete man das Gerücht, Marlene Dietrich säße im Publikum.

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Die Hämmerchen ganz locker

FESTSPIELE / SOLISTENKONZERT KISSIN

06/08/17 Die Hammerklaviersonate“ ist ein Hammer – und kommt nicht selten mit Hammerschlägen der Bedeutungsschwere daher. Nicht so, wenn Evgeny Kissin die Hämmer betätigt: Er nähert sich dem Monumentalwerk mit einer gewissen Ungeniertheit und Unbekümmertheit. Mit dem Ergebnis einer erstaunlich leichtfüßigen Sonate B-Dur op. 106.

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Laut und kräftig

FESTSPIELE / YCA PREISTRÄGERKONZERT / SHOKHAKIMOV

06/08/17 Laut und kräftig ließ Aziz Shokhakimov aufspielen. Der 1988 in Taschkent in Usbekistan geborene Dirigent ist der Gewinner des Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award 2016. Am Samstag (6.8.) präsentierte er sich in der Felsenreitschule dem Festspielpublikum und der Welt mit Knallern von Antonín Dvořák und Sergej Prokofjew.

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An den Nil für einen guten Zweck

FESTSPIELE / CHARITY

06/08/17 Der Reinerlös des Kartenverkaufs der Generalprobe der Festspielproduktion Aida – mit Anna Netrebko und Francesco Meli unter dem Dirigat von Riccardo Muti in der Regie von Shirin Neshat – widmen die Festspiele dem Middle East Children´s Institute.

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Spiritueller Nachtrag

FESTSPIELE / C-MOLL-MESSE

05/08/17 Das „Ausverkauft“-Schild bewies wieder einmal, welch Rang der jährlichen Aufführung der c-Moll-Messe im Festspielgeschehen zukommt. Unter Ivor Boltons Leitung war sie am Mittwoch (3. 8.) ein Erlebnis dank Mozarteumorchester, Salzburger Bachchor und handverlesenen Solisten.

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Turbulenz und Balance

FESTSPIELE / MOZART-MATINEE / ANTONINI

05/08/17 Giovanni Antonini, wie man ihn aus seinen „wilden“ Tagen mit Il Giardino Armonico kennt, zupackend, angriffig, überraschend – und zugleich geschmeidig, wendig und größter Beredtsamkeit phrasierend. Auf dem Programm standen – als Geschwister im Geiste – Schuberts vierte Symphonie „Tragische“ und das Klavierkonzert c-Moll 491 mit dem Solisten Kristian Bezuidenhout.

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In der Kirche der Musik

FESTSPIELE / ZEIT FÜR GRISEY / KLANGFORUM WIEN

04/08/17 Die Kollegienkirche ist einer der zentralen Orte der Festspiele. Vor allem dann, wenn es um neue Klänge geht. Die durchsichtige Akustikdecke lässt den Blick hinaufschweifen zur Kuppel. Das Neue? Gérard Grisey ist seit 19 Jahren tot.

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Perfekt inszeniert

FESTSPIELE / LIEDERABND GARANČA

04/08/2017 Elīna Garanča hat beim Festspiel-Liederabend mit Malcolm Martineau ganz auf Hochglanz - und ihre Jahrhundertstimme perfekt in Szene gesetzt. Ein schwarzbeiges Kleid im ersten, eine prachtrote Robe im zweiten Teil. Jede Pose Cover tauglich: Elīna Garanča und Malcolm Martineau ernteten am Donnterstag (3.8.) im Haus für Mozart Jubel mit Brahms, Duparc und Rachmaninov.

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Bezwingende Klangwanderung

FESTSPIELE / ANDRÁS SCHIFF (3)

03/08/17 Ein grandioser Zyklus ging mit einer weiteren Sternstunde zu Ende. Nahezu drei Stunden, die wie im Flug vergingen, hielt András Schiff seine Zuhörer im Bann und führte sie im Großen Saal des Mozarteums auf eine Exkursion in die Tiefe der Musikgeschichte.

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Abgestürzt in die eigenen Seelenabgründe

FESTSPIELE / LADY MACBETH VON MZENSZ

03/08/17 Mit starrem Gesicht schaut die Frau auf die üble Männergesellschaft um sie herum. Wie gelähmt scheint sie in der eigenen Geschichte zu stehen. Wenn sie aus dieser Lähmung erwacht, passiert fast zwangsläufig das Unglaubliche: die Morde am Ehemann und am Schwiegervater. Oder die Hingabe an den Liebhaber Sergej.

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Aus der Enge der Sonate in die freie Fantasie

FESTSPIELE / GRIGORY SOKOLOV

02/07/17 Schubert spielt er, so scheint's, jedes Jahr noch ein wenig gesanglicher, lyrischer, dabei mit sagenhaft inspirierter Tiefenschärfe, so dass man immer wieder neue Motiv-Wendungen, neue Satz-Raffinessen vernimmt: Grigory Sokolov war da und Schubert fand sich in ausreichender Menge im üppigen Zugabenblock.

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Ideologiekritik der Musikanten

FESTSPIELE / TETZLAFF / ANDSNES

02/08/17 Ein Wozzeck könnte in seinen Alpträumen dazu exerzieren. Subversiver kann komponierte Ideologiekritik nicht ausfallen. Ironischer gemeint sind Gattung und  Tonart „Sonate G-Dur“ in der ganzen Musikgeschichte nicht: Christian Tetzlaff und Leiv Ove Andsnes begeisterten mit der Sonate von Dmitri Schosakowitsch.

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Österreich gegen Preußen

FESTSPIELE / DER MANN OHNE EIGENSCHAFTEN / LESUNG

02/08/17 Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ wurde in einer ausgiebigen Lesung im Landestheater zu Gehör gebracht. Nicht alle Lesenden haben alle Namen der Romanfiguren beherrscht - dennoch war der Marthon eine sehr gute Anregung, den Wälzer wieder einmal zur Hand zu nehmen.

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