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Ein Ehrengrab mehr, ein „e“ weniger

HINTERGRUND / KULTURAUSSCHUSS

19/02/15 Sehr unterschiedliche Dinge können auf der Tagesordnung des Kulturausschusses der Stadt stehen. Nicht immer geht es um Subventionen. Heute Donnerstag (19.2.) ging es zum Beispiel um ein Ehrengrab für NS-Widerstandskämpfer.

Karl Schallmoser, Rudolf Smolik, Anton Schubert, Heinrich Auer, Franz Pöttinger und Josef Wartinger: Alle sechs wurden als Widerstandskämpfer von den Nationalsozialisten im Jahr 1943 hingerichtet. Die Grabstelle, die der KZ-Verband Salzburg für die Ermordeten Anfang der 1950er Jahre am Kommunalfriedhof errichtet hat, wird jetzt zum Ehrengrab der Stadt Salzburg erklärt. Das hat der Kultur- und Altstadtausschuss einstimmig beschlossen.

Ein paar Beschlüsse, Kultur-Subventionen betreffend: Der Verlag Jung und Jung bekommt zur Buchproduktion eine Jahresförderung in Höhe von 7.000 Euro. Eine Produktionsförderung (6.000 Euro) geht an Edi Jäger und Team für die Bühnen-Umsetzung von Daniel Glattauers Roman „Die Wunderübung“, die im Kleinen Theater herauskommen wird. Insgesamt 14.000 Euro Projektförderung gehen an das theater.direkt von Michael Kolnberger für die Bühnenproduktionen „Monster zertrampeln Hochhäuser“ (als Uraufführung) und „Königin Mutter“.

Das politische Gremium ist auch für die Genehmigung von Schanigärten oder für Zeltdörfer in der Innenstadt zuständig. Ein solches ist fürs „Pfingstfest für die Jugend“ auf dem Domplatz geplant. Und manchmal geht es sogar um die Orthographie: Aus der „Kleienmayrngasse“ – einer seit 1901 fälschlich eingebürgerten Schreibweise für den Namensgeber der Gasse in der Riedenburg, den Salzburger Juristen und Hofratspräsidenten Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn – wird nun korrekt „Kleimayrngasse“. „Nach historischen Recherchen“, heißt es in einer Presseaussendung. All das wurde einstimmig beschlossen. (InfoZ/dpk)

 

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