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Med ana blauen Tint‘n

BUCHBESPRECHUNG / LITERATURLANDSCHAFT WOLFGANGSEE

24/06/11 Der Altausseer See sei so etwas wie ein Tintenfass, „in das die im Kreis herumsitzenden Dichter ihre Federkiele“ tauchen: Das ist ein Bonmot von Raoul Auernheimer.

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Wohin soll ich mich wenden?

BUCHBESPRECHUNG / BAYER / WENN DIE KINDER STEINE INS WASSER WERFEN

14/06/11 Eine ganze Erzählung in nur einen Satz zu packen? Das klingt zuerst nach purem Manierismus. Doch kann davon keine Rede sein: Xaver Bayers dichter Text ist vielmehr eine bedächtiges wie aufrüttelndes Nachdenken über die Möglichkeiten eines unverstellten Schauens im Zeichen moderner Medien.

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„Krieg ist, wenn ich nach Hause komme“

BUCHBESPRECHUNG / ABONJI / IM SCHAUFENSTER IM FRÜHLING

27/05/11 Melinda Nadj Abonji erzählt mit großer Leichtigkeit von der bedrückenden Schwere patriarchaler Gewalt. Es ist die Geschichte der aufmerksamen Luisa, die das Schlechte erfährt, das Falsche tut, aber das Gute will. „Im Schaufenster im Frühling“.

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Unverschämt unterhaltsam

BUCHBESPRECHUNG / RINNERTHALER / DIE LEIDEN DES ALTEN WORTKLAUBERS

12/05/11 Das man sich das „heutzutage“ überhaupt noch traut! Einfach eine Geschichte erzählen. Ganz unprätentiös, mit Figuren und Handlung und so… Werden dabei auch ironische Seitenblicke geworfen - des Autors auf sich selbst, seine Figur und sogar seine Leser - und wird nebenbei auch noch über Sprache als solche reflektiert, dann genießt man wundersam heitere Stunden an der Seite des alten Wortklaubers. Selbst sein Kühlschrank war unplugged.

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Schrittweise diese verbotene Zufriedenheit

BUCHBESPRECHUNG / BODROZIC

09/05/11 Quitten erzeugen im Mund einen eigentümlich bitter-saueren, auch ein wenig süßen Geschmack. Da mischt sich Herbheit mit mehliger Fülle. Von außen gesehen ist die Frucht weder gelb, noch orange, noch rot, hat von allem etwas. Quittenfärbig eben.

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Von Nichts und von Honig zu erzählen

BUCHBESPRECHUNG / WATERHOUSE

22/04/11 „Das ist ein langsames Buch, das zunächst gar nicht geschrieben werden wollte, dann aber ungezwungen hergeleitet, Seite um Seite entstanden ist.“ Wofür die Sprache geeignet ist? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch die Erzählung „Der Honigverkäufer im Palastgarten und das Auditorium Maximum“ von Peter Waterhouse.

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Die Wörter blockieren den Durchlass

BUCHBESPRECHUNG / ABRAHAM / DER LEUCHTTURM

20/04/11 Ein Ich-Erzähler arbeitet als Leuchtturmwärter drei Jahre über in der Bretagne nahe Finistère. Was er denkt, fühlt und tut, versucht er niederzuschreiben. Schon der Name des Orts, in dessen Nähe der Leuchtturm liegt, öffnet eine von vielen Deutungsebenen des Buches: Finistère, Weltende. Zwischen literarischer Einsiedelei und Seemannsromantik  changiert Jean-Pierre Abrahams Seestück „Der Leuchtturm“.

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Ausbruch aus dem Aberwitz der Unterwerfung

BUCHBESPRECHUNG / LESUNG/ DER LETZTE PATRIARCH

21/03/11 Es ist ein Buch, das man am liebsten bei jedem Umblättern gegen die Wand pfeffern möchte: Wie kann die Mutter sich das nur alles bieten lassen? Körperliche und sexuelle Gewalt, Willkür und Terror durch einen psychisch kranken „Eheherren“ - ein ganzes Leben lang. Wie kann die Tochter in dieselbe Falle tappen? "Der letzte Patriarch" wird gestürzt von Najat El Hachmi.

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Auch ein „Altruist des Zeitgenössischen“

LANDESMANM / HARB / OHNE DIE MUSIK WÄRE DAS LEBEN EIN IRRTUM

03/03/11 „Schnell entstand aus der Arbeitsbeziehung zu den Cerhas eine tiefe Freundschaft. Ich spürte instinktiv, dass Friedrich Cerha ein wichtiger, bedeutender Komponist ist.“ Das diktierte Hans Landesmann Karl Harb in die Feder. Im Rahmen der Salzburg Biennale - einem der vielen Festivals, die auf Hans Landesmann zurückgehen - erhält besagter“ Friedrich Cerha den Musikpreis Salzburg.

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Lesen dort, wo Texte „dran“ sind

BUCHBESPRECHUNG / AUSWÄRTS LESEN

11/02/11 Burkhard Spinnen ist freier Autor, Juror, Publizist – er liest oft und gerne in Schulen, und er reflektiert diese Tätigkeit - und warnt vor Routine. Schulraum sei nicht nur Lernraum, mehr noch Lebensraum.

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„Es sollte was von ihm bleiben“

BUCHBESPRECHUNG / DREISSINGER / 58 BEGEGNUNGEN MIT THOMAS BERNHARD

09/02/11 „Wir hatten uns sehr viel zu sagen, und ich war sehr betroffen, dass er nach so wenigen Lebensjahren starb. Er wurde ja nicht älter als Brecht.“ Das sagt Rolf Hochhuth. Auch: „Verbessern kann man die Gesellschaft mit politischem Theater nicht.“ Mit Bernhard habe er mehr als einmal über ein Theater oder ein Festspielhaus in Gmunden fabuliert.

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Des Erzbischofs Berufssoldaten

BUCHBESPRECHUNG / DIE SOLDATESCA DES ERZSTIFTES SALZBURG

21/01/11 Da wird also gerade wieder über die Umwandlung des Bundesheers in eine Berufsarmee diskutiert. Ein Argument dagegen: Die drohende Überalterung. Salzburg hatte 170 Jahre lang ein Berufsheer. Als deren oberster Dienstherr, Erzbischof Colloredo, die Reihen seiner Soldatesca abschritt, war sogar ein Dreiundneunzigjähriger darunter!

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"Dirigieren fängt beim Sesselstellen an"

BUCHBESPRECHUNG / BALDUIN SULZER

29/12/10 Welcher Musiklehrer kann schon stolz darauf sein, dass es ein Schüler zum Staatsopern-Musikchef und - in ein paar Tagen ist es so weit - zum Dirigenten des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker gebracht hat? - Ein Buch über das "Phänomen Balduin Sulzer" (Copyright Franz Welser-Möst).

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Japanpapier auf dem Rauriser Altar

BUCHBESPRECHUNG / ARS SACRA

24/12/10 Hat man zu Gunsten der Straße ein Stück Kirche abgeschnitten - oder hat das schon immer so ausgeschaut? Die Frage drängt sich jedes Mal auf, wenn man auf dem Weg von Salzburg nach Hallein kurz nach Kaltenhausen an der „Leprosenhauskapelle“ vorbeifährt. Das vernachlässigte Kirchlein, deren Tor heute weit unter Straßenniveau liegt, beherbergte einst einen wahren Schatz.

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… muscht koa Angst ha und di net fürchta

APROPOS / STRASSENBUCH / DENK ICH AN HEIMAT

24/12/10 Wann, wenn nicht zu Weihnachten soll man darüber nachdenken, was es heißt, irgendwo – irgendwo? – zu Hause zu sein. Die Aprops-Verkäufer in Salzburg sind authentische Auskunftspersonen dafür, was „Heimat“ sein könnte, sein sollte. Oder konkret für sie ist.

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