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Rebellion im Modus der Phantasie

BUCHBESPRECHUNG / REICHART / DIE VOEST-KINDER

18/10/11 Gesellschaftliche Sprechtabus und märchenhafte Gegenwelten mit einem Schuss phantasierter Exotik – Elisabeth Reicharts neuer Roman „Die Voest-Kinder“ bietet eine ebenso leichtfüßige wie genaue Nachkriegsmilieustudie.

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Ein neues Spiel vom Fragen

BUCHBESPRECHUNG / HANDKE / DIE GESCHICHTE DES DRAGOLJUB MILANOVIC

14/10/11 „Es ist eine Geschichte zu erzählen.“ So beginnt Peter Handkes schmaler neuer Band „Die Geschichte des Dragoljub Milanovi?“: ein weiterer eindrucksvoller Versuch, „über die Aktualitäten hinaus“ dichterisch-subjektive Blicke auf das ehemalige Jugoslawien zu richten.

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Vom ewigen Eis und seiner Endlichkeit

BUCHBESPRECHUNG / DIE PASTERZE

07/10/11 Nicht nur in den Fünfzigern, noch in den Siebzigern, war es ein Familienausflug mit Pilgercharakter, wenn auch niemand in den jungen Familien bewusst der Nachkriegszeit, des Wiederaufbaus oder gar der Zwangsarbeiter beim Staumauer-Bau auch nur „gedacht“ hatte. Der Ausflug auf den Großglockner, mit dem Auto, das diesen gerade „derschnauft“ hat, blieb den damaligen Kindern jedenfalls in Erinnerung. Man erlebte etwas Großes.

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„Bücherei ist frei von jüdischen Werken“

HINTERGRUND / SALZBURG IM DRITTEN REICH

21/09/11 Dem Alltag, der Kultur und der Propaganda gilt der zweite Band im Rahmen der Forschungen „Die Stadt Salzburg im Nationalsozialismus“: Die Kultur war logischerweise auch in der Hitlerzeit ein willkommener und wirkkräftiger Hebel bei der Inszenierung der Macht.

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Laubkegelviertel und Schwemmholzkreis

BUCHBESPRECHUNG / RICHTER / NATURKUNST

12/09/11 Wie ein gefüllter hohler Zahn: Das trifft den Kern, aber nicht die Poesie der Sache. Der vermoderte moosbewachsene Eichenstumpf ist tatsächlich mit Bachkieseln im Durchmesser von bis zu zwanzig Zentimetern „gefüllt“ worden. Aber er hat vom LandArt-Künstler Wolfgang Richter darüber hinaus neues Profil mit spürbarer Oberflächenspannung bekommen.

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An diesem Tag waren die Wolken lieblich

BUCHBESPRECHUNG / GERARD MANLEY HOPKINS / JOURNAL

09/09/11 Abwechslung, Spannung, Extreme - was hat das Wetter allein im heurigen Festspielsommer nicht alles geboten. Wie ein guter Konzertdramaturg eröffnete es Räume und Empfindungswelten: Frieren in der Kollegienkirche. Schmachten im Mozarteum. Und alles dazwischen. Und wie reden wir übers Wetter? In Platituden. „Heiß ist es heute.“ Das müsste so nicht sein. Das Haus Jung und Jung böte Abhilfe.

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Aus einem Musikerleben in Salzburg

BUCHBESPRECHUNG / HARTMUT SCHMIDT

07/09/11 Ganz ehrlich: Einreißen sollte es nicht, dass einer aus den hinteren Reihen im Orchester gleich eine Autobiographie vorlegt. Andrerseits: Vielleicht hat gerade ein Bratschist von zweiten oder dritten Pult mehr Zeit, über sich und die Musik nachzudenken als ein Stimmführer.

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Wos bsundas

BUCHBESPRECHUNG / ARTMANN / GEDICHTE

02/09/11 Gedichte von H.C. Artmann? Kennt man? Wer, Experten ausgenommen, kennt denn tatsächlich „Sämtliche Gedichte“ des Meisters, die der Verlag Jung und Jung schon in vierter Auflage heraus bringt.

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Denker oder Macher

BUCHBESPRECHUNG / OBERENDER / DAS SCHÖNE FRÄULEIN UNBEKANNT

29/08/11 Wohin könnte die Reise des Theaters gehen? Andrea Schurian hat den scheidenden Schauspiel-Leiter der Festspiele, Thomas Oberender, über sich, über Gott und die Theaterwelt befragt.

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Moos zwischen den Zehen vom langen Warten

BUCHBESPRECHUNG / LAHER / VERFAHREN

05/08/11 Kann und soll Literatur die Wirklichkeit verändern? Sie ersetzen? Oder sie gegen eine bessere austauschen? Viele Vertreter der „engagierten“ Literatur haben sich diese Fragen - vor allem aber ihre apodiktische Bejahung - zur poetischen Maxime gemacht. Anders Ludwig Laher.

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Alpenrosenpoesie war einmal

SALZ / SCHWEIZER LITERATUREN

05/07/11 Eidgenössischer Provinzialismus – das war, wen überhaupt, früher  einmal. Das neue Heft der Salzburger Literaturzeitschrift SALZ widmet sich jungen Schweizer Autorinnen und Autoren und zeichnet ein beeindruckendes Bild einer heterogenen ‚Nationalliteratur‘ jenseits der etablierten Größen.

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Med ana blauen Tint‘n

BUCHBESPRECHUNG / LITERATURLANDSCHAFT WOLFGANGSEE

24/06/11 Der Altausseer See sei so etwas wie ein Tintenfass, „in das die im Kreis herumsitzenden Dichter ihre Federkiele“ tauchen: Das ist ein Bonmot von Raoul Auernheimer.

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Wohin soll ich mich wenden?

BUCHBESPRECHUNG / BAYER / WENN DIE KINDER STEINE INS WASSER WERFEN

14/06/11 Eine ganze Erzählung in nur einen Satz zu packen? Das klingt zuerst nach purem Manierismus. Doch kann davon keine Rede sein: Xaver Bayers dichter Text ist vielmehr eine bedächtiges wie aufrüttelndes Nachdenken über die Möglichkeiten eines unverstellten Schauens im Zeichen moderner Medien.

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„Krieg ist, wenn ich nach Hause komme“

BUCHBESPRECHUNG / ABONJI / IM SCHAUFENSTER IM FRÜHLING

27/05/11 Melinda Nadj Abonji erzählt mit großer Leichtigkeit von der bedrückenden Schwere patriarchaler Gewalt. Es ist die Geschichte der aufmerksamen Luisa, die das Schlechte erfährt, das Falsche tut, aber das Gute will. „Im Schaufenster im Frühling“.

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Unverschämt unterhaltsam

BUCHBESPRECHUNG / RINNERTHALER / DIE LEIDEN DES ALTEN WORTKLAUBERS

12/05/11 Das man sich das „heutzutage“ überhaupt noch traut! Einfach eine Geschichte erzählen. Ganz unprätentiös, mit Figuren und Handlung und so… Werden dabei auch ironische Seitenblicke geworfen - des Autors auf sich selbst, seine Figur und sogar seine Leser - und wird nebenbei auch noch über Sprache als solche reflektiert, dann genießt man wundersam heitere Stunden an der Seite des alten Wortklaubers. Selbst sein Kühlschrank war unplugged.

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