Sein Mozart „berührt und bewegt“

EHRUNG / MARC MINKOWSI

01/02/17 Marc Minkowski, der scheidende künstlerische Leiter der Mozartwoche – er hatte diese Funktion fünf Jahre lang inne – wurde am Mittwoch (31.1.) mit der Goldenen Mozart-Medaille ausgezeichnet.

Die Laudatio hielt die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler. Sie erinnerte daran, dass 2011 Nikolaus Harnoncourt im Rahmen der Mozartwoche die Goldene Mozart-Medaille erhalten hat. Über ihn sagte Minkowski, als er von dessen Ableben vor gut einem Jahr erfuhr: „Harnoncourt war das große Vorbild, ein echter Hirte.“ „Umso wichtiger ist, dass einer wie Marc Minkowski lebenslang das Wunder Mozart musikalisch begreifbar macht“, so die Präsidentin.

Marc Minkowski ist der Mozartwoche seit 2007 verbunden. 2013 wurde er deren künstlerischer Leiter. Schon vorher, im Jahr 2010, hat er hier einen furiosen „Idomeneo“ dirigiert. 2013 eröffnete er seine Mozartwochen-Leitung mit einem „Lucio Silla“ im Haus für Mozart. Damals sang Rolando Villazón die Titelrolle. Im Jahr daraf folgte die Gluck-Oper „Orfeo ed Euridice“. Pferdeballett in der Felsenreitschule mit Bartabas gab es erstmals im Jahr 2015  zu Mozarts Kantate „Davide penitente“.

Hinzu kommen noch die regelmäßigen Konzerte mit seinem Ensemble „Les Musiciens du Louvre“ im Großen Saal des Mozarteums und im Haus für Mozart, mit den Wiener Philharmonikern im Großen Festspielhaus und seine Aufführungen mit dem Mozart Kinderorchester.

Die Goldene Mozart-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die Stiftung Mozarteum im Namen des Genius loci vergibt. Marc Minkowskis „Zugang zu Mozart berührt und bewegt“, so Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg. Die Mozart-Medaille wird seit 1914 an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Bestrebungen der Stiftung Mozarteum Salzburg und um das Werk Mozarts verdient gemacht haben. Unter den Geehrten waren Karl Böhm, die Wiener Philharmoniker, Sir András Schiff, Alfred Brendel, Milos Forman, Mitsuko Uchida und zuletzt das Mozarteumorchester Salzburg. (ISM)

Bild: ISM / Wolfgang Lienbacher