asdf
 

Es geht rauf mit den Abonnentenzahlen

MOZARTEUMORCHESTER / DIE SAISON 2011/12

06/04/11 Die Mezzosopranistinnen Angelika Kirchschläger, Bernarda Fink, der Bariton Thomas Quasthoff, der Geiger Frank Peter Zimmermann und zu einem Termin der Dirigent Marc Minkowski: Verlockungen für die Sonntagsmatineen des Mozarteumorchesters.

Von Reinhard Kriechbaum

altZwei Matineen dirigiert Ivor Bolton, Angelika Kirchschläger singt „Les nuits d’été“ von Herctor Berlioz. Für Mendelssohns „Elias“ arbeitet man mit dem Salzburger Bachchor zusammen. Marc Minkowski leitet zwei Werke aus dem französischen Repertoire (Fauré, Roussel), aber auch Bruckners „Romantische“. Die Matinee unter Michael Schönwandt kombiniert mit Beethovens Violinkonzert und Dvoraks Symphonie „aus der neuen Welt“ rechte Gassenhauer. Überhaupt: Das Programm der Matineen ist auf Kulinarik ausgerichtet. Muss es auch sein, denn es geht da ja nicht zuletzt darum, neue Hörerschichten aufzutun. „Die Matineen sind Programme, die wir auch für uns selbst machen“, umschreibt Ivor Bolton das Engagement, das das Orchester selbst dafür aufbringt.

altPlus zweihundert Abonnements bei den Matineen im Großen Festspielhaus, plus achtzig bei den so gut wie immer ausverkauften Abonnementkonzerten am Donnerstag im Mozarteum: Man kann auf die Treue des Publikums zählen. Sechs Termine gibt es in der kommenden Saison im Donnerstag-Zyklus. Immer sind Werke von Schubert mit im Programm. Die Dirigenten sind Ivor Bolton, Heinrich Schiff, Leo Hussain und David Afkham. Die Solisten: Elena Bashkirova (Klavier), Isabelle Faust und Karen Gomyo (Violine), Antoine Tamestit (Viola) und der Tenor Andrew Tortise. Thomas Larcher ist mehr als „Composer in Residence“, er spielt nämlich auch den Solopart in Beethovens Drittem Klavierkonzert.

altBei den Festspielen trägt das Mozarteumorchester wie berichtet Strawinskis „Le Rossignol“ und Tschaikowskijs „Iolanta“ bei – konzertant zwar nur, aber dafür mit Anna Netrebko in der Sängerschar. Es begleitet die „Young Singers“ bei ihrem Abschlusskonzert, spielt natürlich die c-Moll-Messe (diesmal unter Giovanni Antonini). Die Mozart-Matineen leiten Thomas Zehetmair, Ivor Bolton, Trevor Pinnock und Giovanni Antonini. 2012 wird es dann aber wieder eine szenische Oper geben, auch fürs Mozarteumorchester, es gebe gute Gespräche mit dem künftigen Intendanten Alexander Pereira, heißt es.

Zwei Konzerte trägt das Mozarteumorchester zur Mozartwoche 2012 bei. Ebenfalls zwei Programme lässt man (je drei Mal) bei der Kulturvereinigung hören: Händels „Messias“ und einen vermutlich schmissigen Abend mit viel Marimba (Wave Quartet).

altTourneen führen das Mozarteumorchester auf die Kanarischen Inseln, erstmals zu den Winterfestspielen in Baden-Baden (Der Pianist Lang Lang hat sich explizit das Salzburger Orchester gewünscht). Im September ist eine Japan-Tournee geplant, hoffentlich weitab von atomarer Strahlung. Erst jüngst hat man ja aus Sicherheitsgründen (nach genauer Erkundung der Musiker-Meinung) eine Reise nach Korea abgesagt.

Geld ist immer ein Thema: Je 3,1 Millionen Euro tragen Stadt und Land bei, das sind 95 Prozent des Gesamtbudgets. Acht Orchesterstellen sind derzeit unbesetzt.

Das Mozarteumorchester ist ja auch Opernorchester: Der neue Vertrag mit dem Landestheater  sei „unterschriftsreif“ heißt es, er werde derzeit von den Landes-Juristen geprüft. „Da ist das geregelt, was in der Praxis jetzt schon der Fall ist“, sagt Orchesterdirektorin Vera van Hazebrouck. Bisher habe es gar keine vertraglichen Übereinkommen gegeben. CDs werden aufgenommen und erscheinen nach und nach: nächstens Bruckners Symphonien Nummer vier und sechs, eine Haydns-CD wird kommen und eine CD mit Mozart-Arien.

Detailprogramme, Online-Tickets: www.mozarteumorchester.at
Bilder: Mozarteumorchester / Sibylle Zettler (2); Nikolaus Karlinsky (1); Richard Haughton (1)
Zum DrehPunktKultur-Gespräch mit Vera van Hazebrouck
über die Sonntagsmatineen {ln:Die Matineen als Erfolgsstory}

 

DrehPunktKultur - Die Salzburger Kulturzeitung im Internet ©2014