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Museum der Massen

MUSEUMSQUARTIER / PROGRAMM 2019

13/02/19 Viereinhalb Millionen Menschen entschieden sich im letzten Jahr, einen Teil ihrer Lebenszeit dem MuseumsQuartier zu schenken. Mit dem neuen Programm wünscht sich das MQ dafür zu bedanken und dieses hohe Maß zu halten.

Mit 4,5 Millionen hat die jährliche Besucherzahl im MuseumsQuartier einen neuen Rekord erreicht. Aber nicht nur die Quantität, auch die Qualität scheint gestiegen zu sein: EineBefragung ergab, dass gleichzeitig auch die individuelle Zufriedenheit zugenommen hat. So bewerten 93 Prozent der Touristinnen und Toursiten und 71 Prozent der Wienerinnen und Wiener das MuseumsQuartier als ausgezeichnet oder sehr gut. Um dieses Niveau zu halten, sind im Programm des Jahres 2019 neue Darbietungen geplant: Mit einem Escape Room von Deborah Sengl präsentiert das MQ im Herbst eine groß angelegte Intervention der österreichischen bildenden Künstlerin. Bei der – in mehrfacher Hinsicht – raumfüllenden Arbeit handelt es sich allerdings nicht um eine klassische Ausstellung, Installation oder Performance, sondern um eine Reihe von Erlebnisräumen, die an das Prinzip von „Escape Games“ angelehnt sind – dieses Format jedoch in einer völlig neuartigen Weise zeigen. Die Gäste werden rund ein Jahr lang die Möglichkeit haben, diese völlig neue Interpretation eines künstlerischen „Escape Rooms“ zu erleben und kennenzulernen.

Deborah Sengls Arbeiten können außerdem in der MQ ART BOX, einem Ausstellungsraum für temporäre Installationen im Haupthof, erlebt werden. In ihrer Arbeit All you can lose beschäftigt sich Deborah Sengl mit dem aus der Kontrolle geratenen (Fr-)Essverhalten unserer Gesellschaft. Was zuerst geistlos in den Körper geschoben wurde, soll – meist ebenso geistlos – wieder abgeworfen werden. Fitnessstudios und unzählige Diätratgeber versprechen Wunder, das Geschäft mit dem schlechten Gewissen ist eines der erfolgreichsten, und kaum jemand kann aufrichtig behaupten, diesem kollektiven Wahn zu entkommen.

Jeder Art von Tanz liegt eine bestimmte Symbolik zu Grunde und ist Ausdruck von Kultur und Zeit. Welche Macht hat das Tanzen in Krisenzeiten? Und aus welchen Gründen wird getanzt? Mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Tanzkultur beschäftigt sich die Ausstellung Dance of Urgency (ab 24. April.) im frei_raum Q21 exhibition space.

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und Japan werden im Rahmen der Ausstellung Japan Unlimited im Herbst (ab 27. September), ebenfalls im frei_raum Q21, einige der bekanntesten und aktivsten Künstlerinnen und Künstler Japans zu sehen sein, die sich mit politisch-sozialkritischer Kunst auseinandersetzen. Die Ausstellung geht der Frage nach, ob und wie viel Diplomatie notwendig ist, damit gesellschaftlich provozierende Kunst sich nicht selbst auslöscht. Sie beleuchtet auch das Spannungsfeld zwischen der Karriere und dem Überleben von japanischen sozialkritischen Künstler. An beiden Ausstellungen im frei_raum Q21 werden darüber hinaus zahlreiche Artists-in-Residences des MuseumsQuartiers teilnehmen. (MQ / dpk-Jäger)

Details und Informnationen - www.mqw.at
Bilder: Lorenz Seidler

 

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