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NIKOLAUS HARNONCOURT

Geehrt mit dem Guardini-Preis

08/05/12 Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt erhält am Donnerstag (10.5.) den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern.

Harnoncourt zieht keine Trennlinie zwischen geistlicher und weltlicher Kunst. "Eine vom Transzendentalen losgelöste Kunst kenne ich nicht", sagte der 82jährige Musiker in einem Interview mit dem "Münchner Merkur". Der 82-Jährige sagte, wie Guardini habe er "vieles in der katholischen Kirche als erstarrt erlebt". Jedoch habe er als junger Mensch nicht gegen den Glauben, sondern eher "gegen gewisse Formen" opponiert. So habe ihm "alles, was süßlich war, überhaupt nicht gefallen". Auch habe er sich sehr für die von Guardini mitbetriebene Liturgie-Reform interessiert und in entsprechenden Kirchen viele Sonntagsgottesdienste besucht.

Mit dem Preis ehrt die Katholische Akademie Harnoncourt nicht nur als Dirigent, sondern auch als "Denker und Deuter von Welt", heißt es in der Begründung. Romano Guardini (1885 bis 1968) war einer der bedeutendsten katholischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts.

Bei den Salzburger Festspielen dirigiert Harnoncourt in diesem Sommer Mozarts „Zauberflöte“ (Premiere ist am 27. Juli in der Felsenreitschule). Bei der Styriarte in Graz schlüpft Harnoncourt in einem Konzert zum Thema „Mozarts Reisen“ als Brieflesere ins Kostüm Leopold Mozarts (24. Juni), er dirigiert Dvoraks „Stabat Mater“ am Pult des Chamber Orchestra of Europe (28., 30.Juni, 1. Juli) und er gestaltet wie jedes Jahr in der Pfarrkirche Stainz ein geistliches Programm mit dem Concentus Musicus Wien (6., 7., 8. Juli). (Kathpress/dpk)

 

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