TOBI REISER PREIS 2010 / KLAUS KARLEin Gitarrist, der sich aufs Melodie-Spielen versteht
07/03/10 Klaus Karl, ein gebürtiger Salzburger, hat am Sonntag (7.3.) den "Tobi Reiser Preis" entgegengenommen. Die Auszeichnung, die seit 1992 vom Verein der "Freunde des Salzburger Adventsingens" vergeben wird, ist mit 3.700 Euro dotiert. Mit mehr als achthundert Kompositionen hat Klaus Karl die alpenländische Gitarrenmusik bereichert. Sein besonderes Augenmerk galt und gilt der Gitarre als Melodieinstrument, er emtwickelte eine neue Grifftechnik, mit der er auf Generationen junger Gitarristen Einfluss nahm. Klaus Karl wurde 1941 geboren. Während seines Welthandel-Studiums in Wien intensivierte er nicht nur sein Gitarrespiel, sondern auch seine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Spielweisen. Auch Tobi Reiser war eine seiner Leitfiguren in der Volksmusik. Klaus Karl lebt als sehr gefragter Musiker bzw. "Musikant" und Volksbildner für die Melodiegitarre in Ottensheim. Die Jury erkannte ihm den Preis nicht zuletzt deshalb zu, weil "das volksmusikalische Melodiespiel mit der Gitarre, wie es Tobi Reiser geprägt hat, in Vergessenheit geraten wäre, wenn nicht Klaus Karl, dessen große musikalische Vorbilder Tobi Reiser und der Zitherspieler Franz Schwab waren, sich diesem Melodiespiel gewidmet hätte." "Die Jury des Tobi-Reiser-Preises hat in den vergangenen Jahren mit der sehr stimmigen Zuerkennung des renommierten Preises an die Lungauer Querschläger und im Vorjahr an die bayerische Familie Well jeweils die Breite und Vielfalt bodenständigen Musikschaffens der Gegenwart betont. Nun kehrt der Preis wieder unmittelbar an seine Wurzeln und zu seinem Namensgeber zurück", erklärte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bei der Preisübergabe. (LK) |
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