WOLFGANG RICHTER / AUSZEICHNUNG

Wie Tristan und Isolde zusammenwachsen

alt09/03/10 Der Legende nach sind auf den Gräbern von Tristan und Isolde Efeustöcke gewachsen, und die beiden Pflanzen hätten sich ineinander gerankt. Für die Schau "Natur im Raum" der Berufsvereinigung Bildender Künstler in der Berchtoldvilla hat Wolfgang Richter eine Rauminstallation geschaffen, die dieses poetische Bild aufgreift.

altStamm- und Aststücke, teils naturbelassen, teils weiß gefärbt, legte Richter zu einem großen, sich spiralartig windenden Gebilde – und in der Mitte bilden sie eine Art Kugel.

Für diese Arbeit wurde Wolfgang Richter der Anerkennungspreis des Landes Salzburg zugesprochen. Mit seiner Arbeit "Insieme" gelinge ihm "in bestechend brillanter Weise, Literatur und Kunst, verbunden mit den der Natur inhärenten Aspekten von 'stirb und werde' in Hinblick auf das Ausstellungsthema sowohl inhaltlich als auch optisch zu einer die Sinne berührenden Synthese zu führen", heißt es in der Begründung der Jury.

"Land Art", also das Gestalten mit Naturstoffen im Freiraum, ist Wolfgang Richter ein besonderes Anliegen. Auch in seinem druckgraphischen Schaffen lässt er sich gerne von Naturfomen - etwa von Steinformationen oder geschichteten Holzstößen - inspirieren. (ArtBV/dpk)

Die Schau "Natur im Raum" ist noch bis 9.4. in der Berchtoldvilla zu sehen. - www.artbv-salzburg.com
Bilder: Wolfgang Richter