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Kommentar

Frau Wörndl hat eine Idee

Von Reinhard Kriechbaum

23/10/09 "Auch die angedachte Lösung in Gnigl wird sich nicht realisieren lassen", befindet die ÖVP-Gemeinderätin Marlene Wörndl in einer Presseaussendung. Man habe "diesbezüglich klare Signale von Bürgermeister Schaden". Mehr als 600.000 Euro für die Adaptierung und die anfallenden Mietkosten in der Hannakstraße seien jedenfalls nicht im Budget vorgesehen.

Marlene Wörndl fordert etwas, was sie als "rasche und kreative Lösung" bezeichnet: Der Bürgermeister möge doch schleunigst mit der ARGEkultur in Verhandlungen treten in Sachen MARK. "Immerhin nehmen Stadt und Land Salzburg derzeit 700.000 Euro in die Hand, um die akustischen Mängel zu beheben und schaffen dadurch auch zusätzlichen Raum. „Ich denke, dass dies eine gute Lösung wäre - man könnte MARK ordentliche Büroräumlichkeiten zur Verfügung stellen und auch die passende Infrastruktur ist da: von den Proberäumen über Veranstaltungsmöglichkeiten bis hin zum gastronomischen Angebot.“

Wortmeldungen wie diese sind symptomatisch für die Diskussion um (Jugend)Kultur in der Stadt. Darf man mutmaßen, dass Marlene Wörndl nicht zu jenen gehört, die in der ARGEkultur ein- und ausgehen? Und wofür genau MARK steht, dürfte sie auch nicht wirklich recherchiert haben. Sie sollte sich die Sache mal erklären lassen: Die ARGEkultur ist zwar ein Haus für die freie Kultur, aber eben ein Ort für Veranstaltungen mit hohem Anspruch. Alternative Hochkultur, wenn's schon eine Schublade sein muss. Bei MARK geht es eigentlich genau ums Gegenteil, um das Niederschwellige. ARGEkultur und MARK - das wäre auf Dauer nicht kompatibel. An Sympathie, gutem Willen und Solidarität fehlte es keineswegs. Schließlich hatte MARK, nachdem es in Aigen sein Haus verloren hat, schon mal in der ARGEkultur sein Notquartier.

Zum Gastkommentar Durch MARK und Bein von Tomas Friedmann

 

 
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