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Fotos statt Moorpackungen

HINTERGRUND / FOTO- UND FILMMUSEUM

03/08/18 Ein Museum für Fotografie in Salzburg: Das ist ja keine neue Diskussion. Erst jüngst haben Landeshauptmann Haslauer und Kulturminister Gernot Blümel darüber gesprochen. Blümel scheint besser ansprechbar als sein Vorgänger Thomas Drozda , der eher die Wiener Galerie Westlicht als Ankerpunkt für eine solche Einrichtung sah (ohne sich je drauf festzulegen).

Von Reinhard Kriechbaum

Nun hat sich auch der Salzburger Vizebürgermeister Bernhard Auinger in die Diskussion eingebracht. Er teile er die Meinung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer und freue sich über aktuelle Signale zur Gesprächsbereitschaft vom Bund, heißt es in einer Aussendung der Stadt heute Freitag (3.8.).

„Als Kultur-Ressortchef der Stadt freue ich mich darauf, hier die Hand zu reichen und gemeinsam tätig zu werden. Wenn wir über ein Museum für Fotografie und Film in Salzburg nachdenken, sollten wir das allerdings mit großer Offenheit tun und den gedanklichen 'Möglichkeitsraum' – ganz im Sinne von Robert Musil – erst einmal weit aufspannen“, so Auinger ein wenig großmundig.

Das Rupertinum halte er rein baulich für zu klein für ein österreichisches Fotomuseum. Für einen Neubau komme für ein Grundstück der Stadt an der Schwarzstraße in Frage.
„Wenn das neue Paracelsusbad im Herbst 2019 in Betrieb geht, kann das alte Kurhaus abgerissen werden. Auf diesem Areal sehe ich die Option, ein Haus für die Fotografie und den Film zu errichten – ein Foto- und Filmmuseum in Kooperation mit dem Filmkulturzentrum Das Kino.“

Im September ist ein Treffen in Sachen Fotomuseum zwischen Vizebürgermeister und Landeshauptmann geplant, bei dem Bernhard Auinger Eckdaten zu den Möglichkeiten eines Gebäudes an der Schwarzstraße darlegen möchte. „Ab Herbst muss die Diskussion über die Nachnutzung im Gemeinderat geführt werden. Wir reden hier vom letzten Grundstück in der Altstadt-Zone I. Ein idealer Standort für die Kultur“, so Auinger.

Wo genau er seine Zahlen her nimmt, wissen die Götter. Ein Architekturwettbewerb ist ja noch nicht ausgelobt, geschweige denn inhaltlich irgendeine Weiche fix gestellt. Dessen ungeachtet redet Auinger von Baukosten von rund 30 Millionen Euro.

Natürlich drängt sich ein Museum der Österreichischen Fotografie (oder wie es dann auch wirklich heißen mag) in Salzburg auf. Die Fotosammlung des Bundes wird vom Museum der Moderne Salzburg verwaltet, das Rupertinum beherbergt die höchst beachtliche Landessammlung. Mit Galerie und Archiv Fotohof besteht ein weiteres Kompetenzzentrum internationalen Ranges in Salzburg.

Bild: dpk-krie

 

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