STIFTUNG MOZARTEUM / SAISON 2025/26

03/07/25 Künstlerinnen und Künstler aus Salzburg stehen im Mittelpunkt. Ob sie aus Salzburg stammen, hier leben, künstlerisch in Salzburg groß geworden sind – oder im Begriff, es zu werden. BachwerkVokal gibt erstmals ein Konzert und ist Featured Artist im Vermittlungsprogramm. Das Hagen Quartett gibt sein Abschiedskonzert in Salzburg bei der Stiftung.

Von Heidemarie Klabacher

„Die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler ist uns eine Herzensangelegenheit. Auf dem lateinamerikanischen Kontinent engagieren wir uns, dank der Unterstützung der Hilti Foundation, bereits seit Jahren für talentierte Nachwuchsmusiker“, erinnert Rolando Villazón, der Künstlerische Leiter der Stiftung Mozarteum. Künftig wolle man das Engagement „noch stärker auf die Talentschmiede Salzburg konzentrieren“. Der Salzburg-Bezug werde sich in der kommenden Spielzeit „als roter Faden“ durch alle Konzertformate ziehen, also durch die Reihen Klassik pur, Sofa-Konzerte, after work, Museumskonzerte und Orgel zu Mittag.

In der Reihe Meisterkonzerte gastieren Fazıl Say, Xavier de Maistre oder Sarah Willis. „Als Salzburg-Zugabe glänzen das Hagen Quartett und die junge gefeierte Cellistin Julia Hagen.“ Erstmals wird die Stiftung Mozarteum das benachbarte Heckentheater im Mirabellgarten mit einem Sommerkonzert bespielen. Den Saisonauftakt von 14. bis 18. Oktober gibt wieder das Festival LatinoMozart. Sarah Willis, „die charismatische Hornistin der Berliner Philharmoniker“, kommt mit ihrem kubanischen Ensemble Sarahbanda zum dritten Mal. Sie gibt auch ein Meisterkonzert. Gefolgt vom Harfenisten Xavier de Maistre, der mit Freunden konzertieren wird. Die Salzburger Musikerfamilie Hagen ist in gleich zwei Meisterkonzerten vertreten. Die Cellistin Julia Hagen spielt mit ihrer Klavierpartnerin Annika Treutler.

Das Hagen Quartett gibt nach 45 Jahren Welt-Karriere sein letztes Konzert in Salzburg mit den beiden letzten Streichquartetten von Franz Schubert, „dem Wunschprogramm des Ensembles zu diesem Anlass“. Mozarts Requiem erklingt traditionell am Todestag des Komponisten. Es singt heuer der Bachchor Salzburg, es spielt das Mozarteumorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Roberto González-Monjas. Vor KV 626 erklingt Arvo Pärts Cantus in Memory of Benjamin Britten. Die Reihe Klassik pur stehe für „große Musik in kleiner Besetzung“, so Rolando Villazón. Es kommen das Simply Quartet, das Busch Trio und die Formation Scherzo! Das Salzburger Ensemble BachWerkVokal unter Gordon Safari bringt Musik von Rathgeber, Haydn, Vivaldi, Bach und Mozart. BWV ist zugleich Featured Artist der Saison 2025/26 von Mozarts Welt, dem Vermittlungsprogramm der Stiftung.

Die after work-Konzerte bringen „bei geöffneter Bar im Bistro-Ambiente“ einstündige Konzert mit ungewöhnlichen Besetzungen und bunten Crossover-Programmen.Das Museumskonzert im Tanzmeistersaal bringt Alte Musik mit historischen Instrumenten. Erstmals lädt die Stiftung zum Open Air-Konzert im Heckentheater. Das Holzbläserquintett des Musik Ensemble Salzburg spielt klassischen Tänze und Serenaden, das austrian female brass quintet quinTTTonic Arrangements von Johann Strauss bis Max Raabe. Orgel zu Mittag habe sich zu einem Dauerbrenner entwickelt, berichtet Rolando Villazón: Die halbstündigen Konzerte auf der Propter Homines Orgel bei freiem Eintritt im Großen Saal gehen weiter – normalerweise also zu Mittag. Ein Highlight verspricht das Orgel-Special zur Mitteracht mit Hannfried Lucke zu Halloween.

mozarteum.at
Bilder: ISM / Wolfgang Lienbacher; Andrej-Grilc