SOMMERSZENE 2026
05/06/26 „International, zeitgenössisch, profiliert, virulent, avantgardistisch, diskursiv, politisch“: Die Sommerszene ist das künstlerische „Herzstück“ der SZENE Salzburg für die Intendantin Angela Glechner. Internationale aber auch namhafte nationale und regionale Acts versorgen das Herz mit Energie.
Von Heidemarie Klabacher
Am Montag 8. Juni beginnt die Sommerszene. Bis bis 23. Juni stehen vierzehn Produktionen, darunter fünf österreichische Erstaufführungen und zwei Premieren auf dem Programm: „Für knapp zwei Wochen gastieren bedeutende Namen und neue Entdeckungen aus aller Welt mit ihren aktuellen Tanz- und Theaterstücken in der Stadt“, fasst Angela Glechner, die Intendantin der Sommerszene, zusammen.
Das Programm zeige „maßgebliche künstlerische Positionen, die mit ihren Projekten unsere Realität in unterschiedlichen Ästhetiken reflektieren“. Wie gewohnt konzentriere sich das Festival auf Projekte aus dem Bereich der darstellenden Kunst mit Acts in den Bereichen Tanz, Theater und Performance. „Darüber hinaus zeigt die Sommerszene im Sinne eines zeitgenössischen, interdisziplinären Kunstverständnisses aber auch Projekte anderer Sparten wie etwa Installationen, Filme oder Konzerte.“
Eingeladen werden seit jeher hochkarätige internationale Gäste. Besonders wichtig ist der Intendantin aber die enge Zusammenarbeit mit „lokalen Gruppen, die ortsspezifische Arbeiten für das Festival entwickeln und damit verstärkt den öffentlichen Raum zur Spielstätte machen“.
Die einzelnen Festivaleditionen der Intendanz Glechner brachten bisher zwischen zwölf und fünfzehn nationale und internationale Produktionen an verschiedene Orte in Salzburg. Angela Glechner: „Mit dieser programmatischen Ausrichtung gehört die Sommerszene seit den 1980er Jahren zu den Fixpunkten im europäischen Festivalkalender und genießt durch seine avantgardistische Ausrichtung internationale Strahlkraft.“
Eröffnet wird die Sommerszene 2026 am Montag (8.6.) mit einem Klassiker: Sasha Waltz kommt mit Travelogue I – Twenty to eight. „Das ikonische Stück der Ausnahme-Choreographin“ nennt Angela Glechner die Produkion. „Im Zentrum des Abends steht eine Küche, die zur Bühne eines wilden, schmerzhaften und absurden Alltags wird.
Kühlschrank, Tisch und Türen werden zu Spielpartnern, während fünf Figuren in neurotische Routinen, stille Sehnsüchte und groteske Konflikte verstrickt sind.“ Sasha Waltz, die den zeitgenössischen Tanz seit mehr als dreißgig Jahren mitprägt „begreift ihr Repertoire als ein living archive, das mit jeder Besetzung neu pulsiert und wächst“, so Glechner im Frühjahr bei der Programmpräsentation. Travelogue I – Twenty to eight, zeichne das „Zwischenmenschliche mit Expressivität, Rhythmus und Witz“ und habe „nichts von seiner Aktualität verloren“.
Sommerszene – 8. Juni bis 23. Juni – www.szene-salzburg.net
Bilder: SZ / Bernhard Müller (2); Sammi Landweer
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