Ein prägender Theatermann für Salzburg
TODESFALL / LUTZ HOCHSTRAATE
30/03/26 23 Jahre lang war er am Salzburger Landestheater tätig, zunächst als Oberspielleiter, dann 18 Jahre lang, von 1986 bis 2004, als Intendant. Insgesamt hat der leidenschaftliche Theatermann, Regisseur und Schauspieler in über hundert Produktionen Regie geführt. Am Palmsonntag (29.3.) ist Lutz Hochstraate im Alter von 84 Jahren verstorben.
Die sich wandelnde Idee von der Geliebten
OSTERFESTSPIELE / ORCHESTERKONZERT / TUGAN SOKHIEV
30/03/26 Die „idée fixe“ – das musikalische Leitmotiv für die Geliebte – ist so festgefügt ja gar nicht, wie der Begriff sagen will. Die mit dem Motiv beschriebene Dame verwandelt sich in den fünf Sätzen von Hector Berlioz' Symphonie phantastique vom idealisierten Traumbild zur gar bösen Hexe.
Hüben wie drüben
OSTERFESTSPIELE / KAMMERKONZERT II
30/03/26 An ihre frühere Wirkungsstatt zurückgekehrt, haben die Berliner Philharmoniker zu Ostern Salzburgs Musikleben wieder fest im Griff. Zwischen Fördererprobe und abendlichem Konzert mit Berlioz’ Symphonie fantastique und Brahms' Doppelkonzert fanden einige Mitglieder noch Zeit, sich Glasunow und – nochmals – Brahms intim zu widmen.
Die Welt noch schwer in Ordnung
OSTERFESTSPIELE / DIE SCHÖPFUNG
29/03/26 Der Hirsch mit „zackig Haupt“, das Rind „in Herden abgeteilt“, das „wollenreiche sanfte Schaf“ auf den Triften, in „Schwarm und Wirbel“ das Heer der Insekten, und schließlich kriecht noch „am Boden das Gewürm“: Gut geschöpft, lieber Gott!
Vom Komponisten-Werkstatttisch
OSTERFESTSPIELE / KAMMERKONZERT
29/03/26 Mit seinem Souvenir de Florence hat Tschaikowski sich eingeschrieben ins Standardrepertoire von Streichsextetten. Neuland dürfte für die meisten Hörer im ersten Kammerkonzert der Osterfestspiele am Samstag (28.3.) Nachmittag aber das Streichsextett A-Dur von Nikolai Rimski-Korsakow gewesen sein.
Im Salzburger Schurken-Welt-Theater
OSTERFESTSPIELE / RHEINGOLD
28/03/26 Rheingold zu Beginn der Osterfestspiele in der Felsenreitschule. Obwohl es von der Szene unendlich viel zu erzählen gäbe – Hauptsache ist ja doch, dass die Berliner Philharmoniker wieder da sind, und dass Kirill Petrenko dirigiert. Als der Dirigent sich nach der Premiere verneigte, steigerte sich der freundliche Beifall verdientermaßen zum Orkan.
Heftiges Theater zum selber Denken
SCHAUSPIELHAUS / [BLANK]
26/03/26 Aus hundert frei wählbaren Szenen besteht das Stück [BLANK] der Dramatikerin Alice Birch. 19 davon hat die Regisseurin Sophia Aurich in einen Reigen verstörender Momente im Umfeld von Beziehung und Familie, Vernachlässigung und Gewalt geflochten. Bei allen Problemen eine anregende Produktion.
Kein Bösewicht
KOMMENTAR
27/03/26 Von Reinhard Kriechbaum – Wenn man die Pressemeldungen des heutigen Tages nachliest, dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass da ein randalierender Tunichtgut über Jahre Terror im Festspielbezirk verbreitet habe. Einer, dem man keine Träne nachweinen sollte?
Von wegen „GAU now“
HINTERGRUND / FESTSPIELE
27/03/26 So titelt heute, Freitag (27.3.), am Tag nach Markus Hinterhäusers „Beurlaubung“ als Intendant durch das Kuratorium der Festspiele, das Profil online. Das ist schon extrem überspitzt. Ein GAU war es nicht, als man sich mit Jürgen Flimm zerstritten hat und Hinterhäuser als Interims-Intendant den Laden übernahm. Und auch jetzt werden die Festspiele nicht den Bach runter gehen.
Ein wahres Gesamtkunstwerk
HÖRVERGNÜGEN / RHEINGOLD / KARAJAN
27/03/26 In Salzburg wird ein neuer „Ring“ geschmiedet: Richard Wagners epochale Tetralogie wird in den kommenden Jahren zu den Osterfestspielen neu erarbeitet. Rechtzeitig zur Rheingold-Premiere heute Freitag (27.3.) erscheint nun die Karajan Aufnahme erneut als limitierte audiophile Vinyl-Edition. – Karajans Rheingold ist ein Klangerlebnis.
Hinterhäuser „ab sofort beurlaubt“
FESTSPIELE / INTENDANZ
26/03/26 Das kam nun wirklich unerwartet: Die Anwälte von Festspielkuratorium und Intendant Markus Hinterhäuser haben sich besprochen – und Hinterhäuser ist „ab sofort beurlaubt“. Das teilte das Festspielkuratorium heute Donnerstag zur Mittagsstunde in einer Presseaussendung mit.
Mehr als „eine gewisse Störung“
HINTERGRUND / FESTSPIELBEZIRK / ERWEITERUNGEN
25/03/26 Vor genau einem Monat hat die Stadt Salzburg ein von ihr beauftragtes Gutachten veröffentlicht. Demnach stehe wenig von den geplanten Erweiterungen – inklusive Neutortunnel – dem UNESCO-Weltkulturerbestatus entgegen. Dem widerspricht nun vehement eine Gruppe von Fachleuten von der Universität Salzburg und von Europa Nostra.
BPhil in Town
STICH-WORT
26/03/26 Die Berliner Philharmoniker melden sich zurück. Nicht nur im Großen Festspielhaus, sondern auch in der Stadt. Unter dem Motto BPhil in Town treten Orchestermusiker während der Osterfestspiele in kammermusikalischen Formationen auf, in sozialen Einrichtungen, an Bildungsorten und drei mal auch in der Stadt.
Der Körper als Ort von Gegensätzen
PERFORMdANCE FESTIVAL
25/03/26 Tanzimpulse und ARGEkultur laden von 27. März bis 2. April zu einer „intensiven Woche zeitgenössischer Tanz- und Performancekunst“. In neun Produktionen geht es um den Körper: „Verletzlich und stark, politisch und persönlich, konkret und abstrakt, wird in ihm das Politische persönlich und das Persönliche politisch“.
Fröhlich war es und schrecklich
LINZ / LANDESTHEATER / RADIO SARAJEWO
25/03/26 Scheiße! Das war sein erstes Wort in deutscher Sprache, erzählt Tijan Sila in seinem Roman Radio Sarajewo., den Sara Ostertag in den Kammerspielen des Landestheaters Linz dramatisiert hat.
Die Erde ist wüst und leer
FILMKRITIK / HUNGRY
25/03/26 Was bei der vergangenen Diagonale in Graz aufgefallen ist: Oft verschwimmen die Grenzen zwischen den Genres. Könnte man beispielsweise Susanne Brandstätters Film Hungry, gezeigt in der Reihe „Innovativer Film“, nicht genau so gut als Doku oder Spielfilm einordnen? Ein freundliches Alien spürt der sehr realistischen Zerstörung des Planeten Terra nach.
Liebe – und tu was du willst?
RAURISER LITERATURTAGE / ERÖFFNUNG
24/02/26 Lieben ist das Thema der 55. Rauriser Literaturtage, die am Mittwoch (25.3.) eröffnet werden. Die 1983 in Bern geborene Songwriterin und Autorin Sophie Hunger erhält den Rauriser Literaturpreis 2026. Der Förderungspreis geht an den 1988 in Steyr geborenen Autor AndreasNeuhauser.
„Handypause beim Abholen“
STICH-WORT
24/03/26 Mit Plakaten und Postkarten wird ab jetzt für etwas geworben, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Wenn Eltern ihr Kinder von Kindergarten, Volksschule oder Hort abholen, mögen sie doch die Aufmerksamkeit ganz den Kindern – und nicht dem Handy schenken. – Ein kleiner Beitrag zur Erwachsenenbildung.
Das schlagende Herz eines tragischen Films
DIAGONALE / PREISTRÄGERFILME
24/03/26 Das Gesicht der am Montag (23.3.) zu Ende gegangenen Diagonale, des Festivals des österreichischen Films: Valerie Pachner. Sie hat für ihre Hauptrolle in Adrian Goigingers Vier minus drei den Schauspielpreis bekommen. Sie spielt aber auch die Hauptrolle in dem Spielfilm The Stories von dem Ägypter Abu Bakr Shawky, für den das Publikum votiert hat.
Verschollen in Amerika
LANDESTHEATER / AMERIKA
23/03/26 „Das große Theater von Oklahoma ruft euch! Es ruft nur heute, nur einmal! Wer jetzt die Gelegenheit versäumt, versäumt sie für immer! Wer an seine Zukunft denkt, gehört zu uns! Jeder ist willkommen! Wer Künstler werden will, melde sich! Wir sind das Theater, das jeden brauchen kann, jeden an seinem Ort! Wer sich für uns entschieden hat, den beglückwünschen wir gleich hier!“
Seite 1 von 7
