FESTSPIELZENTRUM / DECKENGLEICHENFEIER

07/11/25 Über Umfang und Kosten der Arbeiten am, im – und im Fels hinter dem – Festspielbezirk wird diskutiert. Hinein regnen ins Konzert soll es nicht (wieder). Da dürften alle zustimmen. Keinen Zoff gibt es um das künftige Festspielzentrum. Finanziert von Hans-Peter Wild gilt es als „größte Einzelspende in der Geschichte der Festspiele“. Am Donnerstag (6.11.) war Deckengleichenfeier. Bald kommt der Glaspavillon drauf.

Von Heidemarie Klabacher

Der 45 Meter hohe Kran samt Bauzaun vor dem Sigmungstor war nicht zu übersehen. Seit vorigem Herbst wird am Herbert-von-Karajan-Platz das vom Vorarlberger Architekturbüro Marte.Marte geplante Festspielzentrum gebaut. „Mit dem Rückbau des ehemaligen Kaffeehauses wurde Raum für das Festspielzentrum geschaffen. Dabei wurde das Tor aus dem 17. Jahrhundert mit Originalbeschlägen freigelegt“, erinnern die Festspiele in einer Aussendung. „Die Baugrube wurde mit archäologischer und geologischer Begleitung bis auf eine Tiefe von 8,5 Meter und eine Kubatur von 5.500 m³ ausgehoben und gesichert, dafür waren 56 Bohrpfähle mit 15m Länge im Einsatz.“

Als Grundstein wurde im Mai dieses Jahres ein Modell des Festspielzentrums verlegt (siehe Bild). „Im Oktober ist nun der letzte Teil der Decke über den beiden Untergeschossen gegossen und somit die Baugrube mit einer 70 cm starken Decke geschlossen worden.“ Am Donnerstag (6.11.) war Deckengleichenfeier.

Der Innenhof sei nun für den Aufbau des gläsernen Pavillons bereit. „Noch dieses Jahr wird damit begonnen, das helle freistehende Gebäude zu errichten“, so die Festspiele. Die Eröffnung des Festspielzentrums ist für Ende des Sommers 2026 geplant. Bis dahin soll im Rahmen des Gesamtprojekts Festspielbezirk 2030 auch die Sanierung des Schüttkastens abgeschlossen sein, dessen Dach ebenfalls erneuert werden muss. Das haben Untersuchungen ergeben. Im Herbst 2026 sollen die Kartenbüros der Festspiele und der Osterfestspiele in das Erdgeschoss des Schüttkastens, zurückkehren.

Bild: SFS / Lepka