UNIVERSITÄT MOZARTEUM / BERUFUNGEN
31/10/25 Dass Christian Thielemann, zusammen mit zwei Kollegen, ab 2026 eine Dirigierklasse am Mozarteum leiten wird, ist eine Sensation. Zwei weitere neu Berufene sind ebenso hochkarätig: Auch die Geigerin Lisa Batiashvili und der Pianist Claudio Martínez Mehner lehren ab dem kommenden Studienjahr am Mirabellplatz.
„Die Universität Mozarteum Salzburg genießt weltweit ein herausragendes Renommee und steht für Qualität, Traditionsbewusstsein, Innovation und künstlerische Strahlkraft. Eben dies verkörpern die großartigen Künstlerpersönlichkeiten Christian Thielemann, Lisa Batiashvili und Claudio Martínez Mehner, die ab Herbst 2026 an der Universität Mozarteum Salzburg hochtalentierte und -motivierte Studierende auf ihrem Weg zur Professionalität begleiten, aber auch die Weiterentwicklung der Institution maßgeblich mitgestalten werden“, sagt Rektorin Elisabeth Gutjahr über die Neu-Berufenen.
Die georgisch-stämmige deutsche Violinistin Lisa Batiashvili wird vom Publikum wie von Kolleginnen für ihre Virtuosität und musikalische Tiefe geschätzt. Die vielfach ausgezeichnete Musikerin hat über die Jahre enge und beständige künstlerische Beziehungen zu den bedeutendsten Orchestern, Dirigenten und Solistinnen der Welt aufgebaut. 2021 erfüllte sie sich einen langgehegten Traum mit der Gründung der Lisa Batiashvili Foundation, die sich der Förderung junger, hochtalentierter georgischer Musikerinnen und Musiker widmet. Das Mozarteum stehe für sie nicht nur für musikalische Exzellenz, „sondern auch für eine tiefe kulturelle Tradition, die mich seit jeher inspiriert“, sagt Lisa Batiashvili. „Nach über 25 Jahren auf der Bühne spüre ich nun den Wunsch, etwas zurückzugeben – mein Wissen, meine Erfahrungen, meine Liebe zur Musik.“ Sie freue sich darauf, einer „neugierigen und lebendigen Generation“ zu begegnen und diese „zu begleiten, zu fordern, zu ermutigen, und dabei selbst immer wieder neu zu lernen”. Lisa Batiashvili lebt in Berlin und spielt eine Joseph Guarneri „del Gesù“ Violine aus dem Jahr 1739 – eine Leihgabe eines privaten Sammlers in Deutschland.
„Ich möchte ein Umfeld schaffen, in dem musikalische Neugier, stilistische Vielseitigkeit und persönliche Ausdruckskraft gleichermaßen gefördert werden“, sagt Claudio Martínez Mehner. Sein Ziel ist die Ausbildung von Persönlichkeiten, „die mit wachem Ohr, freiem Geist und fundiertem Wissen Musik lebendig gestalten und weitergeben können“. Claudio Martínez Mehner gehört zu den gefragtesten Dozenten und renommiertesten Pädagogen für Klavier weltweit. Er gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa, Asien und den USA. Aktuell hat Claudio Martínez Mehner Professuren für Klavier an der Hochschule für Musik in Basel und an der Hochschule für Musik und Tanz Köln inne. Seine internationalen Engagements, das breite Repertoire und die Lehrtätigkeiten in herausragenden Institutionen machen ihn zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im klassischen Klavierspiel, so Rektorin Elisabeth Gutjahr über den designierten Klavierprofessor.
1970 in Bremen geboren, begann Mehner bereits in jungen Jahren sein Studium am Königlichen Konservatorium in Madrid bei Amparo Fuster, Pedro Lerma und Joaquín Soriano. Er setzte seine Ausbildung am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau sowie an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid bei Dmitri Bashkirov fort. Anschließend studierte er an der Hochschule für Musik Freiburg bei Vitalij Margulis, an der Fondazione per il Pianoforte in Como in Italien und am Peabody Conservatory in Baltimore USA bei Leon Fleisher. Darüber hinaus erhielt er über mehrere Jahre hinweg Unterricht bei Ferenc Rados. Er war 1990 Finalist beim Internationalen Klavierwettbewerb „Paloma O’Shea“ in Santander, in den folgenden Jahren gewann er erste Preise bei den internationalen Wettbewerben Pilar Bayona Zaragoza, Fondation Chimay Belgien und Dino Ciani Mailand. (Universität Mozarteum / dpk-klaba)
Bilder: UniMoz / chrissingerme (1); privat (1)
Zum dpk-Bericht über die Berufung von Christian Thielemann
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