RENÉ-MARCIC-PREIS
24/10/25 „In Zeiten der fortschreitenden digitalen Transformation zählt er zum Typus jener umfassend gebildeten und mit stilistischer Brillanz ausgestatteten Persönlichkeiten, ohne die sich die Standards des Qualitätsjournalismus nicht hochhalten ließen.“ So die Jury über den dieser Tage mit dem diesjährigen René-Marcic-Preis ausgezeichneten Martin Behr.
Zu dieser von der Jury attestierten „umfassenden Bildung“ gehört bei dem einer Grazer Journalistenfamilie entstammenden Martin Behr auch die Nähe zur Kultur, vor allem zur zeitgenössischen Bildenden Kunst. Dies ist regelmäßig auch in seine Tätigkeit als Bundesländer-Korrespondent der „Salzburger Nachrichten“ von 1982 bis 2024 eingeflossen.
Martin Behr hat in Graz Kunstgeschichte studiert. Er ist Herausgeber von Büchern im Bereich von Bildender Kunst, Fotografie, Film und Alltag sowie Mitbegründer der multimedial tätigen Grazer Künstlergruppe G.R.A.M..
Der 1979 erstmals vergebene Journalistenpreis ist nach dem österreichischen Publizisten und Rechtsphilosophen René Marcic benannt und mit 6.100 Euro dotiert. Die Zuerkennung erfolgt auf Vorschlag einer unabhängigen Fachjury und durch einen Beschluss der Salzburger Landesregierung.
Zum 40-Jahre-Jubiläum dieser Auszeichnung gab es 2019 die Initiative, einen zusätzlichen Preis für Nachwuchs-Journalistinnen und -Journalisten in Höhe von 3.500 Euro zu vergeben. Diesen hat heuer die ehemalige Journalistin Susanne Radke bekommen. Der von ihr 2020 gegründete Verein „Lern.Film.Studio“ organisiert praxisnahe Workshops, in denen Jugendliche lernen, wie Filme und Nachrichten entstehen – von der Recherche über das Drehbuch bis hin zu Kameraarbeit, Schnitt und Vertonung. „Das Lern.Film.Studio trägt einen relevanten Beitrag zur heute viel diskutierten und notwendigen Medienkompetenz bei“, so die Jury in ihrer Begründung. (LK/dpk-krie)
Die bisherigen René-Marcic-Preisträger im SalzburgWiki
Bilder: Land Salzburg/Franz Neumayr