INTERNATIONALER MOZARTWETTBEWERB
05/02/26 24 Geigerinnen und Geiger aus siebzehn Ländern, 25 Pianistinnen und Pianisten aus fünfzehn Ländern stellen sich heuer im Internationalen Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum der Konkurrenz.
Der Internationale Mozartwettbewerb wurde anlässlich des 200. Geburtstages von Wolfgang Amadeus Mozart im August 1956 erstmals an der damaligen „Akademie für Musik und darstellende Kunst Mozarteum“ ausgetragen – gemeinsam mit der „Akademie für Musik Wien“. 61 Künstlerinnen und Künstler aus 21 Ländern nahmen damals teil. Der Mozartwettbewerb ist also gleich alt wie die ebenfalls 1956 erstmals veranstaltete Mozartwoche, nämlich siebzig Jahre.
Seit 1975 findet der Wettbewerb regelmäßig an der Universität Mozarteum statt und zählt heute zu den bedeutendsten internationalen Wettbewerben für klassische Musik. Der Wettbewerb ist seit 1990 mit der Fédération Mondiale des Concours Internationaux de Musique (FMCIM) assoziiert.
Für viele Musikerinnen und Musiker markierte die Teilnahme einen entscheidenden Impuls für ihre internationale Karriere. Namen wie Diana Damrau, Renée Fleming, Magdalena Kožená, Genia Kühmeier, Esther Hoppe, Thomas Zehetmair, Sergey Malov oder das Novus String Quartet zeugen eindrucksvoll von der nachhaltigen Strahlkraft dieses Wettbewerbs.
Die Bilder auf dieser Seite zeigen die letzte Geigen-Preisträgerin Clarissa Bevilacqua und die Klavier-Preisträgerin Elisabeth Waglechner. Die beiden haben den Internationalen Mozartwettbewerb 2020 gewonnen. Damals fand auch ein Wettbewerb im Fach Horn statt. Der letzte Mozartwettbewerb 2023 war für Gesang und Streichquartett ausgeschrieben.
Die öffentlichen Ausscheidungsspiele, heuer in den Sparten Violine und Klavier, finden im Solitär der Universität Mozarteum statt. Den ersten beiden Runden kann man bei freiem Eintritt lauschen. Ab der zweiten Runde werden die Wettbewerbe live gestreamt.
Die künstlerische Leitung des Mozartwettbewerbs hat Vizerektor Univ.-Prof. Hannfried Lucke. Die Jury im Fach Violine setzt sich aus Axel Hiller, Sophia Jaffé, Hagai Shaham, Hanna Weinmeister und dem Vorsitzenden Benjamin Schmid zusammen. Über die Pianisten befinden Andreas Frölich, Robert Levin, Rena Schereschevskaya, Barbara Szczepańska unter dem Vorsitzenden Pavel Gililov. Die beiden Hauptpreise sind mit je 10.000 Euro dotiert, die Zweiten Preise mit 7.000, die Dritten Preise mit 5.000, die Publikumspreise mit 1.000 Euro.
In der dritten Runde – dem finalen Konzert – müssen die Geiger am 12. Februar entweder Mozarts Violinkonzert in D-Dur KV 218 oder jenes in A-Dur KV 219 spielen. Für die Pianisten steht in der Endausscheidung am 19. Februar das Jeunehomme-Konzert Es-Dur KV 271 oder das Konzert B-Dur KV 595 zur Disposition. Es begleitet das Akademieorchester der Universität Mozarteum.
Zeitplan Violine:
Runde 1: Sa, 7.2., 10–14 & 16 –19:45 Uhr; So, 8.2., 10 –14 & 16 –17 Uhr
Runde 2: Mo, 9.2., 10 –13 & 15 –18 Uhr; Di, 10.2., 10 –13 & 15 –18 Uhr
Zeitplan Klavier:
Runde 1: Sa, 14.2., 10 –14 & 16 –19:45 Uhr; So, 15.2., 10 –14 & 16 –17:45 Uhr
Runde 2: Mo, 16.2., 10 –13 & 15 – 18 Uhr; Di, 17.2., 10 –13 & 15 –18 Uhr
Die Endausscheidung mitsamt Preisverleihung für die Geiger ist am 12. Februar, jenes für die Pianisten am 19. Februar, jeweils um 19 Uhr im Max-Schlereth-Saal – Karten: shop.eventjet.at
Detailinformationen zum Internationalen Mozartwettbewerb von 6. bis 19. Februar – www.moz.ac.at
Bilder: Universität Mozarteum / Christian Schneider