FESTSPIELFONDS / AUSSCHREIBUNGEN
30/04/26 Präsidentin oder Präsident, Intendantin oder Intendant gesucht. „Die entsprechenden Stelleninserate werden am Wochenende in nationalen und internationalen Medien geschaltet. Die Bewerbungsunterlagen sollen jeweils bis 5. Juni einlangen.“
Der Vertrag von Präsidentin Kristina Hammer läuft Ende 2026 aus, daher werde diese Stelle wie gesetzlich vorgesehen neu ausgeschrieben. Gleichzeitig werde nach der Interims-Intendanz von Karin Bergmann ein neuer Intendant bzw. eine neue Intendantin für die Festspielsaisonen ab 2028 mit Dienstantritt 1. Oktober 2027 gesucht. Das meldet der Festspielfonds heute Donnerstag (30.4.) in einer Aussendung.
„Mit Karin Bergmann haben wir eine versierte Kulturmanagerin für die Interimsintendanz gewinnen können. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt, so wie nach der Kuratoriumssitzung Ende März angekündigt, und schreiben die künstlerische Intendanz und die Position der Präsidentin bzw. des Präsidenten neu aus“, sagt Kuratoriumsvorsitzende Landeshauptfrau Karoline Edtstadler. Sie sei froh, so die Landeshauptfrau, dass Christian Kircher als Leiter der Findungskommission gewonnen werden konnte und überzeugt, „dass der ausgezeichnete Ruf der Festspiele viele hochkarätige Bewerberinnen und Bewerber anziehen“ werde. Damit stelle man sicher, „dass die Salzburger Festspiele auch zukünftig mit einem erstklassigen Programm, aber auch mit einer zeitgemäßen Unternehmenskultur ihren Stellenwert als führendes Festival behaupten werden“.
Den Prozess wird ein Beratungsunternehmen mit Spezialisierung im Bereich Kultur begleiten. Die Hearings für die die beiden Positionen werden nach der Festspielsaison 2026 stattfinden. Die Findungskommission wird von Christian Kircher geleitet, der bis vor kurzem als Geschäftsführer der Österreichischen Bundestheater-Holding tätig war und bis Ende März 2026 dem Festspielkuratorium angehörte.
Heikel ist bekanntlich die Spielstätten-Situation in der Umbauphase. Dies schlägt in den Ausschreibungen nieder: „Im Zuge der geplanten Generalsanierung der Festspielhäuser wird das Große Festspielhaus im Jahr 2028 nur eingeschränkt nutzbar sein und in den Jahren 2029 und 2030 nicht zur Verfügung stehen. Diese außergewöhnliche Situation erfordert eine künstlerisch wie strukturell überzeugende Ausrichtung des Festivalbetriebs für diesen Zeitraum“, heißt es in der Ausschreibung der Präsidentschaft wie der Intendanz: „Wesentlicher Bestandteil der Bewerbung ist daher ein Konzept, das sich explizit mit diesen strukturellen Rahmenbedingungen auseinandersetzt und tragfähige Perspektiven für die Durchführung der Festspiele während der Bauphase aufzeigt.“
„Für die künstlerische Gesamtleitung suchen wir eine international profilierte Persönlichkeit“, heißt es in jder Ausschreibung der Intendanz, die sich, wie auch die Ausschreibung der Präsidentschaft, politisch korrekt an „m/w/d“ richtet. Für letztere werde „eine ziel- und lösungsorientierte Persönlichkeit mit Erfahrung in der Führung eines großen Kulturbetriebs oder einer Einrichtung vergleichbarer Komplexität sowie Aufgaben der Repräsentation“ gesucht. (Festspielfonds / dpk-klaba)