STEFAN-ZWEIG-VILLA
Die Betroffenen sind auch dafür
14/07/26 Lang hat's gedauert, aber jetzt meldet sich das Stefan Zweig Zentrum selbst zu Wort in Sachen Paschinger-Schlössl am Kapuzinerberg, wo der Schriftsteller von 1919 bis 1934 lebte. Ob man dorthin übersiedeln will? Das wird aus dem jüngsten Newsletter nicht ganz klar.
Jedenfalls konstatiert man, dass es die zum Verkauf stehende Villa und die Möglichkeit, sie eventuell zu erwerben und einer kulturellen Nutzung zuzuführen, weltweit in die Schlagzeilen gebracht hat, sogar in den englischen The Guardian.
Die Universität Salzburg habe mit ihrem bekundeten Interesse am Erwerb der Villa ein starkes und zukunftsweisendes Zeichen gesetzt. „Wir danken unserem Rektor Bernhard Fügenschuh für das klare Bekenntnis zur Bedeutung dieses besonderen Ortes, für das Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung für ein einzigartiges kulturelles Erbe zu übernehmen“, heißt es in der Aussendung des Stefan Zweig Zentrum. „Damit zeichnet sich eine Perspektive ab, die dem historischen Rang dieses Ortes gerecht werden könnte – als Ort der Forschung, der Begegnung und des europäischen Dialogs im Geist Stefan Zweigs. Eine solche Entwicklung wäre von herausragender Bedeutung – für Salzburg, für Österreich und für das europäische Kulturerbe.“ Das breite nationale und internationale Echo zeige eindrucksvoll, welche Bedeutung Stefan Zweig und seine Salzburger Wirkungsstätte bis heute besitzen.
Martina Wörgötter, Leiterin des Stefan Zweig Zentrums in der Edmundsburg, und Werner Michler für der Stefan Zweig Haus (eine im Vorjahr gegründete einschlägige Forschungseinrichtung der Universität) ersuchen, die Petition für die öffentliche Nutzung der Zweig-Villa zu unterschreiben. „Das Stefan Zweig Haus/Stefan Zweig Zentrum unterstützt dieses Anliegen mit Nachdruck. Seit vielen Jahren widmen wir uns der wissenschaftlichen Erforschung, Vermittlung und internationalen Vernetzung rund um Leben und Werk Stefan Zweigs. Die Möglichkeit, die historische Villa gemeinsam mit starken Partnern als öffentlich zugänglichen Ort des kulturellen Gedächtnisses zu bewahren, wäre ein bedeutender Schritt für die Zukunft.“ (Stefan Zweig Zentrum/dpk-krie)