INTERNATIONALER MOZARTWETTBEWERB

13/02/26 Die Chinesin Xunyue Zhang hat den Internationalen Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum in der Sparte Violine gewonnen. Die weiteren Preisträger: Yuki Serino (Italien) und Maxim Tzekov (Österreich/Bulgarien).

Die Italienerin Yuki Serino kann sich auch über den Publikumspreis freuen. Dem Norweger Bjørg Pas wurde der Sonderpreis der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes zugesprochen. Zwanzig Geigerinnen und Geiger aus 17 Ländernhaben an den Ausscheidungsspielen teilgenommen. In der Finalrunde am Donnerstag (12.2.) wurden die drei Kandidatinnen und Kandidaten vom Akademieorchester der Universität Mozarteum unter der Leitung von Ion Marin begleitet.

Die Hauptpreisträgerin Xunyue Zhang spielte in der Schlussrunde Mozarts Konzert für Violine und Orchester Nr. 4 D-Dur, KV 218. Die Chinesin begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violinspiel. Sie gewann den Zweiten Preis sowie den Mozart-Preis beim Henri-Marteau-Wettbewerb 2023 und den Dritten Preis sowie drei Sonderpreise beim Lipizer-Wettbewerb 2022. Sie war Semifinalistin bei den Wettbewerben Joseph Joachim 2024 und Tibor Varga 2025. Sie trat als Solistin mit Orchestern in Deutschland, Italien und China auf und gab Recitals in Berlin und Shanghai. Zudem nahm sie an Meisterkursen in Kronberg und Villecroze teil. Sie studiert an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Stephan Picard und spielt eine Violine von Andrea Guarneri (1663), die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.

Der Erste Preis beim Internationalen Mozartwettbewerb ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde von der Internationalen Salzburg Association gestiftet.Der Zweite Preis in der Höhe von 7.000 Euro, gestiftet von Ehrensenatorin Sylvia Madsack, ging an Yuki Serino. Sie trat mit dem Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur, KV 219 im Finale an. Yuki Serino, 2006 in Rom geboren (also eine der jüngsten Teilnehmerinnen), begann laut Lebenslauf im Alter von zwei (!) Jahren Violine zu spielen. Sie studierte bei Pierre Amoyal, Georg Egger und Giuliano Carmignola, nachdem sie das Pre-College-Programm am Mozarteum in Salzburg besucht hatte. Als Gewinnerin des „Città di Cremona“- Wettbewerbs 2024 eröffnete sie das Stradivari Festival mit der legendären „Cremonese“ von 1715. Yuki Serino trat als Solistin in bedeutenden Konzertsälen in Europa, Japan und den USA auf. Sie ist auch in der Alten Musik firm.

Maxim Tzekov hat den Dritten Preis in der Höhe von 5.000 Euro bekommen, gestiftet vom Raiffeisenverband Salzburg. Als Solist und Kammermusiker war er Gast internationaler Konzerthäuser wie des Musikvereins Wien, der Philharmonie Luxembourg und der Elbphilharmonie Hamburg. Er ist Gewinner des internationalen Wettbewerbs „Kloster Schöntal“ 2019, sowie des Stephanie Hohl Wettbewerbs 2021 und des Alberto Lysy Wettbewerbs 2020 (Gstaad). Als Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben spielt er die Guadagnini-Gige „ex-Kingman“ (Parma 1769). Seit 2023 ist er Teil der Violinklasse von Ulf Wallin an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Zuvor studierte er bei Lieke te Winkel in Wien. 2023-2025 war er Akademist der Seiji Ozawa Academy Switzerland.

Bjørg Pas überzeugte mit dem zeitgenössischen Stück cloud study skying for violin solo von Sarah Nemtsov überzeugte und erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Sonerpreis der IGNM erhielt. Die norwegische Geigerin studiert derzeit an der Royal Academy of Music in London. Sie trat bereits bei Festivals und an renommierten Spielorten in Skandinavien und Großbritannien auf. Sie ist eine aktive Solo- und Kammermusikerin und Gewinnerin des Michal-Spisak-Internationalen Musikwettbewerbs 2025. Sie spielt eine Vuillaume-Violine der Beare’s International Violin Society.

Die Jury in der Sparte Violine bildeten Axel Hiller, Sophia Jaffé, Hagai Shaham, Hanna Weinmeister und (als Vorsitzender) Benjamin Schmid. (Universität Mozarteum)

Die Auswahlspiele in der Sparte Klavier beginnt heute Freitag (13.2.). 25 Pianistinnen und Pianisten aus fünfzehn Ländern nehmen teil. Finalkonzert und Preisverleihung finden am 19. Februar 2026 um 19 Uhr an der Universität Mozarteum statt – www.moz.ac.at
Bilder: Universität Mozarteum / Michael Klimt
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