AUSZEICHNUNG
Zoltan Pap
10/08/26 Das Mahnmal zur Bücherverbrennung im Unipark oder die Mahnmale für Roma und Sinti am Schwarzgrabenweg in Maxglan und in Aigen: Das sind drei Beispiele für Skulpturen des Bildhauers Soltan Pap im öffentlichen Raum Salzburgs.
Der aus Ungarn stammende Künstler, 1941 in Budapest geboren, lebt seit drei Jahrzehnten in Salzburg und hat sein Atelier im Vorjahr von der Bergstraße in die Schrannengasse übersiedelt. Er wurde dieser Tage mit dem Verdienstzeichen des Landes geehrt.
Das bevorzugte Material des Künstlers ist Kupfer. Bekannt ist er insbesondere für seine Großplastiken. Seine Werke stehen unter anderem in Berlin, Genf und Paris. Insbesondere die Denkmäler von Zoltan Pap im öffentlichen Raum geben jenen Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, einen Ort der Würde und des Gedenkens.
„Zoltan Pap hat am eigenen Leib eine Diktatur kennengelernt, nämlich jene des Kommunismus in Ungarn. Unter diesem Aspekt versteht man sein Engagement gegen Krieg und für den Frieden. Die Art und Weise, wie Pap Kunst versteht und in seinen Werken darstellt, ist so vielschichtig, dass er, wie ihn der ungarische Intellektuelle Laszlo Földenyi treffend bezeichnet, der letzte Künstler der Renaissance ist“, betont LHStv. Stefan Schnöll anlässlich der Ehrung. (LK)