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Mit der Kultur Frischluft zuführen

GASTKOMMENTAR

altVon Friedl Bahner

11/06/10 Es war im Jahr 1985, als einige engagierte Bürger der Stadt die Idee hatten, das Kulturforum Hallein zu gründen. Mit der 1. Halleiner Stadtfestwoche realisierten sie die ins Auge gefassten kulturellen Aktivitäten. Diese Initiative ist zu verdanken, dass es mit den von ihr initiierten kulturellen Tätigkeiten der verschiedensten Art gelungen ist, die Basis dafür zu schaffen, die lebensnotwendige Frischluft in die Kommune zu leiten.

Im fünfundzwanzigsten Jahr des Bestehens der Halleiner Stadtfestwochen vermittelt das Festival-Programm wieder ein Konglomerat aus Produktionen, die hoffentlich unserer Zielsetzung, mit kulturellen Ereignissen geistige Erbauung, Freude und Spannung zu vermitteln, entsprechen. Diese Aktivitäten spannen, wie in den vergangenen Jahren, einen Bogen zwischen unterschiedlichen Kunstformen. Damit bemühen wir uns, den verschiedenen kulturellen Bedürfnissen der Bewohner in unserer Stadt und Region gerecht zu werden.

Unserer Maxime entspricht es, im Rahmen unserer Tätigkeit die Menschen davon zu überzeugen, dass die Auseinandersetzung mit vielen Formen von Kunst und Kultur einen wunderbaren Weg darstellt, die Welt mit ihren Licht- und Schattenseiten zu begreifen, anderen Menschen zu begegnen, sich zu begeistern, aber durchaus auch zu empören. Wir wissen, dass wir oftmals Grenzen erreichen, die es zu überbrücken gilt. Damit setzen wir auf die kulturellen Bedürfnisse der Bewohner, vor allem aber auch darauf, Neugierde, Neues und Unbekanntes zuzulassen und kennenzulernen. Dass es dabei auch gilt, Konfliktpunkte ins Positive umzupolen, macht die Kulturarbeit oftmals besonders spannend.

Demgemäß haben durchdachte Kulturaktivitäten sicher auch Bezüge und Auswirkungen auf andere regionale Handlungsfelder. So gesehen schafft von Kultur getragenes Denken Verständnis für weitere gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge. Im Kontext damit gelang es dem Kulturforum Hallein in den vergangenen Jahren immer mehr, auch außerhalb seines angestammten kulturellen Wirkungskreises bei Entscheidungen im kommunalen und regionalen Umfeld gehört zu werden. Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Tourismus nehmen zunehmend Ideen und Konzepte in Anspruch, die aus dem Kulturbereich stammen. Damit wurde ein Nährboden geschaffen. Er ist bei entsprechender Pflege dazu angetan, ein konstruktives Miteinander aller am kommunalen Geschehen Beteiligten zu ermöglichen.

Eine vordringliche Zielsetzung unserer Bemühungen war und ist es, die Balance zu halten zwischen traditionellen Formen der Kultur und ihren neuen Strömungen. Diese in ein homogenes Gesamtbild zu formen und ein aktualisiertes Mehrspartenprogramm zu konzipieren, das ein ausgewogenes Miteinander aller Formen musikalischer, literarischer, unterhaltender und der bildenden Kunst zugehörenden Kunstformen darstellt. Dafür steht seit fünfundzwanzig Jahren die Tätigkeit des Kulturforums Hallein, dies soll auch als Credo für zukünftiges Denken und Handeln in diesem Genre dienen.

Wir sind stolz darauf, damit in den vergangenen Jahren die Bastion errichtet zu haben, die es der uns folgenden Generation an Kulturschaffenden ermöglichen wird, die positiven Auswirkungen des dadurch entstandenen Begriffs „Kulturstadt Hallein“ zu festigen und zum Wohle aller am kulturellen Geschehen der Kommune Interessierten weiter auszubauen.

Friedl Bahner leitet seit 20 Jahren das Kulturforum Hallein und damit auch die Stadtfestwochen.
Zum Vorbericht über die Stadtfestwochen Hallein: {ln:Der kleine Halleiner Prinz}
Bild: LPB/Franz Neumayr

 

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