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Elisabeth Fuchs verpackt Gefühle in Musik

Selten besitzt wohl jemand soviel Mut, Unbefangenheit und ein inniges, aber zugleich entspanntes Verhältnis zur Musik wie die Dirigentin Elisabeth Fuchs. Sie gründete und leitet seit 1998 die Philharmonie Salzburg. Ihre Musik lebt, sie entlädt Energie und Leidenschaft. Musik ohne Botschaft, ohne Aussage ist für Elisabeth Fuchs sinnlos. Das ist in jedem Konzert hör- und fühlbar. Die unkapriziöse junge Dirigentin versteht es, ohne Berührungsängste Gefühle in Musik zu verpacken und den Dirigierstab so zu schwingen, dass es ihre Musiker und das Publikum mitreißt. Ihr hoher Anspruch an sich selbst und an ihre Musik bewirkt, dass die Stücke als Kunstwerke in außerordentlich hoher Qualität ankommen. Elisabeth Fuchs ist es gelungen, aus der Philharmonie Salzburg ein international gefragtes Orchester zu machen, das es vortrefflich versteht, Junge und Alte Musik in selten zu findender Spontaneität und Perfektion wiederzugeben.

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Das Orchester, in dem je nach Aufführung 13 bis 80 Mozarteumsstudenten und –absolventen spielen, wurde von Elisabeth Fuchs sozusagen in einer Spontanaktion gegründet. Zu danken ist dies ihrem früheren Lehrer, der auf ihre Pläne, fortan zu ihrem Mathematik- und Musikstudium Dirigieren studieren zu wollen, mit der Frage „Hast auch ein Orchester?“ antwortete. Mit dieser wohl für jeden anderen deprimierenden Frage traf er bei Elisabeth Fuchs genau ins Schwarze. Sie gründete ihr Orchester und organisierte sogleich die ersten Konzerte.

Elisabeth Fuchs beweist mit ihrer Programmgestaltung, dass sie es vortrefflich versteht, Vielfalt anzubieten. Beethovens 9. Sinfonie gehört genauso zum Repertoire der Philharmonie Salzburg wie zeitgenössische Werke, etwa  Opernproduktionen wie der „Kaiser von Atlantis" von Ullmann, Zimmermanns „Weiße Rose" oder die Uraufführung der Oper „Der Kleine Prinz" von Nikolaus Schapfl.

Die Philharmonie Salzburg ist bei den Salzburger Festspielen ebenso aufgetreten wie beim Linzer Brucknerfest. Zum Festspielprojekt "Mozart22" im Jubiläumsjahr hat das Orchester Mozarts "Bastien und Bastienne" und den "Schauspieldirektor" beigesteuert.

Seit der Saison 2004/05 bieten Elisabeth Fuchs und ihr Orchester einen eigenen Abonnementzyklus im Mozarteum an. Seit der Saison 2007/08 gibt es einen Zyklus mit Jugendkonzerten in der Großen Aula. Im Frühjahr 2007 haben Elisabeth Fuchs und die Musiker der Philharmonie Salzburg erstmals "Kinderfestspiele" veranstaltet, für die der Terminal 2 am Salzburg Airport bis heute den originellen Rahmen abgibt.

 

Philharmonie Salzburg

Kendlerstrasse 41
5020 Salzburg

www.philharmoniesalzburg.at

 

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