FESTSPIELE / KURATORIUM / INTENDANZ / BAUVORHABEN
20/03/26 Zwei Ansichten stehen einander diametral gegenüber. Nach Meinung des Kuratoriums endet der Vertrag des Intendanten mit 30. September 2026. Markus Hinterhäuser dagegen vertrete die Ansicht, sein Vertrag laufe bis 2031. „Deswegen gibt es Gespräche“, so Landeshauptfrau Karoline Edtstadler.
Von Heidemarie Klabacher
Kein Paukenschlag? Das mit Spannung erwartete Pressegespräch nach der Sitzung des Festspielkuratoriums heute Freitag (20.3.) ist vergleichsweise unspektakulär mit vielerlei Hinweisen auf laufende und weitere Gespräche zu Ende gegangen.
Miteinander geredet wird in der Causa Intendanz offenbar nicht. Ein neuerliches Gesprächsangebot des Kuratoriums an Markus Hinterhäuser sei von diesem angenommen worden, berichtete die Landeshauptfrau. Mit den Rechtsvertretern wird, voraussichtlich bis April, „ein Termin ausgemacht“. Die Position des Kuratoriums, der Vertrag des Intendanten ende mit 30. September 2026, sei bekannt. „Uns ist daran gelegen eine Lösung zum Wohle der Festspiele zu finden“, so die Kuratoriumsvorsitzende Edtstadler.
Doch ein Paukenschlag? Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, sei bei der heutigen Kuratoriumssitzung der Beschluss gefasst worden, „die Vorbereitung für die Ausschreibung der Intendanz zu treffen“. Details, die es naturgemäß noch gar nicht geben kann, hat sich die Landeshauptfrau denn auch auf hartnäckiges Nachfragen nicht entlocken lassen. Die Beteiligung einer Findungskommission oder einer Personalberatung sei bei der Ausschreibung einer solchen Position „standardmäßig“, so Karoline Edtstadler. „Es wird eine praktikable Lösung geben. Darauf arbeiten wir hin.“ Die Abstimmungen der Gespräche laufen bereits, geschehen werde „alles sehr zeitnahe“. Die ebenfalls offene Personalie Schauspielleitung war bei der Sitzung „kein Thema“. Ausgeschrieben werde auch die Position der Präsidentin.
Ebenfalls nicht gefallen ist die Entscheidung für eine Ersatzspielstätte für das Große Festspielhaus während der Sanierung. Fix ist, dass die aktuellen Pläne umgesetzt werden. Das Gremium (die stimmberechtigen Kuratoriumsmitglieder Hans Scharfetter, Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Bürgermeister Bernhard Auinger, Sektionsleiterin für Kunst und Kultur im Kulturministerium Theresia Niedermüller und Maria Fekter) habe heute Freitag (20.3.) noch einmal die Gebäude besichtigt. Die Duschen einer Jugendherberge seien „luxuriöser ausgestattet, als die der Künstlergarderoben im Großen Festspielhaus“, so Bürgermeister Bernhard Auinger. Man habe sich durch den Augenschein einmal mehr davon überzeugt, „dass die Bauvorhaben wirklich dringend notwendig sind“.
Fix ist inzwischen die Verschiebung der Sanierung des Großen Festspielhauses ab Herbst 2028. Das Haus wird demnach wohl 2029 und 2030 geschlossen sein. Nach neuerlicher Variantenrprüfung, gebe es „keine Alternative zur Schließung für zwei Jahre bis 2030“. Die Notwendigkeit einer Interims-Spielstätte werde „nicht mehr generell in Frage gestellt“. Ob diese auf den Stiegl-Gründen in Maxglan, in der Josefiau – oder sonstwo – errichtet werde, bleibt weiterhin offen. Nicht überschritten werden dürfe der Kostenrahmen von 34 Millionen Euro. Das ist immerhin fix. Über eine „Nachnutzung“ durch andere Veranstalter ist ebenfalls noch zu reden. Ob es „vielleicht auch“ in der Salzburg Arena Produktionen geben werde, sei so Bürgermeister Auinger, allein Sache der Festspiele. Baubeginn im Neutor ist diesen Herbst.
Bilder: Land Salzburg / Franz Neumayr; dpk-klaba (1)
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