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Infantile Kopfgeburten der Leistengegend

SOMMERSZENE / HOT BODIES

18/06/18 Eine wesentliche Motivation genderbewegter Menschen wird die narzisstische Auseinandersetzung mit sich und dem Triebmittel sexuellen Verlangens sein. Besondere Spannungselemente können freigesetzt werden, wenn das Triebmittel auch noch in der Gesellschaft provokativ wirksam ist. Gérald Kurdian präsentierte zum Abschluss der Sommerszene mit „Hot Bodies“ vor allem seinen eigenen Body und das, was aus ihm hervorgeht.

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Vom Staunen der abgebrühten Kulturmenschen

SOMMERSZENE / BILANZ

18/06/18 „Der Zuspruch des Publikums war insbesondere bei den Stücken, die sich Themen des aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurses gewählt haben, besonders groß“, sagt Intendantin Angela Glechner über das am Samstag (16.6.) zu Ende gegangenen Festival.

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Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft

SOMMERSZENE / LOOKOUT

14/06/18 „Kinder haben viel schärfere Ideen zu ‚richtig‘ und ‚falsch‘, zu Gerechtigkeit und Gleichheit als Erwachsene.“ Ein Kind, ein Festivalbesucher: Sie treffen einander hoch über der Stadt Salzburg und kommen ins Plaudern: „Lookout“ heißt das interaktive Projekt des Briten Andy Field auf der Festung Hohensalzburg. 16 Mal steht „Lookout“ auf dem Programm der Sommerszene. Am Freitag (15.6.) startet der zweite Durchgang mit acht Terminen.

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… stürzt die Mächtigen vom Thron

HINTERGRUND / SOMMERSZENE / MAGNIFICAT

12/06/18 Sie wollte „den Chor für die Bühne und für die Frauen“ wieder gewinnen: „Ein Theater ohne Chor erscheint mir tot“, sagt polnische Regisseurin Marta Górnicka. Sie dirigiert in „Magnificat“ bei der Sommerszene am Donnerstag (14.6.) einen Chor von 23 Frauen, „die dem traditionellen Frauenbild den Kampf ansagen“.

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Sch… auf den siebten Juni

SOMMERSZENE / 21 PORNOGRAFIES

08/06/18 Das kleine Urin-Pfützchen auf der Bühne im republic hat eher Mitleid als Ekel erregt. Ein kleines Pelzchen anstelle eines unteren Bikini-Triangels irritiert wenig. Fäkalien in der Suppenschüssel kommen zum Glück nur in der Erzählung vor… Mette Ingvartsen hat bei der Sommerszene am Donnerstag (7.6.) im Republic mit ihren „21 pornographies“  gelangweilt – aber auch zum Nachdenken angeregt. Nämlich über das Datum.

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Nack- aber behäbig

SOMMERSZENE / INGVARTSEN / TO COME (EXTENDED)                           

06/06/2018 Die türkis umhäuteten Figuren sind, dank Ankündigung und Plakat, schon vor der Aufführung in die Gehirnrinde eingeritzt. Die Verfremdung durch diese Hülle drängt sich als Assoziationsbasis auf, wenn die Truppe ihre Ausgangsposition einnimmt: Tableaus unterschiedlicher Stellungen zu einer großen Gruppensex-Szenerie - wie in Karikaturen und Installationen zu Zeiten der sexuellen Revolution.

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Freude ist eine feministische Strategie des Widerstands

SOMMERSZENE / ERÖFFNUNG

05/06/18 Die Sexualisierung der Gesellschaft, die Macht ihrer Bilder, Normen und Maßstäbe, die bis ins tief Private reichen, ist seit Jahren zentrales Thema im Werk von Mette Ingvartsen. Sie eröffnet heute Dienstag (5.6) die Sommerszene. – Hier im Auszug ein Gespräch zwischen dem Dramaturgen Tom Engels und der dänischen Choreographin Mette Ingvartsen.

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Neuer Standort. Neuer Standpunkt.

HINTERGRUND / SOMMERSZENE

04/06/18 Neue Standpunkte einnehmen kann neue Sichtweisen eröffnen – geografisch wie gedanklich. Wie Kinder Perspektiven verschieben, zeigen Andy Fields mit „Lookout“ und Sarah Vanhees mit „Unforetold“. Die Salzburger Truppe „Gold extra“ führt in selten erblickte Gefilde der Stadt. Und Mette Ingvartsen verunsichert immer wieder mit ihren An-Sichten von Sexualität und Politik. Sie eröffnet die Sommerszene am Dienstag (5.6.) im Republic.

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Verwirbelter Volkstanz, nackt serviert

SOMMERSZENE / SIMON MAYER / SONS OF SISSY

03/07/17 Ihre Rundreise durch die Welt zeitgenössischer Tanz- und Performancekunst beendete die Sommerszene 2017 am Samstag (1.7.) mit heimatlich vertrauten Klängen und Bewegungen. In „Sons of Sissy“ zerlegte der Österreicher Simon Mayer den heimischen Volkstanz und seine Begleitmusik in ihre Einzelteile und offenbarte dabei sowohl ihre archaischen Wurzeln wie auch ihre durchaus skurril anmutenden Besonderheiten.

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Bewegt durch Zeit und Raum

SOMMERSZENE / MEG STUART / BUILT TO LAST

29/06/17 Auf eine Reise durch die Geschichte der Bewegung, des Tanzens, letztlich der Menschwerdung an sich, lädt heuer Sommerszene-Stammgast Meg Stuart in „Built to Last“. In dieser Co-Produktion mit den Münchner Kammerspielen setzt die amerikanische Star-Choreographin erstmals auf bereits existierende klassische Musik von Beethoven und Bruckner bis Schönberg, Stockhausen und Xenakis.

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Europa-Rede im Utopia-Remix

SOMMERSZENE / PONTIFEX

28/06/17 Nach Präsident Obama und Lady Diana widmet das Perfomance-Duo Navaridas & Deutinger den dritten Teil ihrer Iconic-Rhetorics-Reihe Papst Franziskus. In „Pontifex“, das am Dienstag (27.6.) auf der Sommerszene uraufgeführt wurde, versprechen sie dem Besucher neben einer flammenden Europa-Rede ein Konzert, eine Messe, eine Utopie und nackte Haut.

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Weiße arbeiten? Ein Traum! Das Paradies!

SOMMERSZENE / ANESTIS AZAS & PRODROMOS TSINIKORIS / CLEAN CITY

27/06/17 Wer sind die Frauen, die in den westlichen Ländern sauber machen? Die, kurz gesagt, den Dreck wegmachen, den andere hinterlassen? In „Clean City“ erhalten diese Frauen eine Stimme und berichten eindrucksvoll von Vorurteilen, Rassismus, Ängsten, aber auch von Träumen und Hoffnungen.

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Schwan und Regentropfen

SOMMERSZENE / PERE FAURA / NO DANCE NO PARADISE

23/06/17 Der sterbende Schwan der Pawlova, der im Regen trällernde Gene Kelly, die virtuose De Keersmaeker, der disco-erhitzte John Travolta: Sie bilden den „historischen“ Hintergrund für die fulminant erzählerische Choreografie „No Dance, No Paradise“ von Pere Fauna.

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Grammophon am Heldengrab

SOMMERSZENE / OHNE TITEL / GÄRTEN VON GESTERN

22/06/17 Zwei Kinder in Matrosenkleidchen mit Puppenstuben im Schulranzen. Eine Gesellschaft vor der Kamera beim Nasenbohren. Alte Schlager kratzende Grammophone auf dem Soldatenfriedhof des Ersten Weltkriegs. Dazu tickende Metronome und klagende Saxophone. Die Natur liefert ungefragt Schattenspiele und huschende Eichhörnchen.

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Zwischen Hund und Halbmond

SOMMERSZENE / BATTLEGROUND

21/06/17 Das Licht macht aus dem Bühnen-Geviert einen Fechtboden, ein „Schachbrett“, einen Boxring, sogar Turnier-Schranken. Allein der Titel „Battleground“ weckt diese bildkräftigen Assoziationen. Denn geschaffen hat Louise Lecavalier eine so spannungsgeladene wie abstrakte Crescendo-Studie.

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Lebst Du allein oder fährst Du noch Rad?

SOMMERSZENE / ERÖFFNUNG

20/06/17 Der Körper soll unzensuriert sagen, was er sagen will und überraschen dürfen, mit dem was er enthüllt. Sagt – sinngemäß– Louise Lecavalier: Die legendäre franko-kanadische Tänzerin und ehemalige Frontfrau von „La La La Human Steps“ eröffnet mit „Battleground“ heute Dienstag (20.6.) das kreative „Schlachtfeld“ Sommerszene.

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Neue Orte, neue Horizonte

SOMMERSZENE / INTERVIEW / OHNE TITEL

19/06/17 ohnetitel - das 2007 gegründete Salzburger Netzwerk für Theater- und Kunstprojekte – ist ein Fixstarter im Programm der Sommerszene. Heuer präsentieren ohnetitel ihre aktuelle Produktion „Gärten von Gestern“: Gemeinsam mit dem Publikum werden auf dem Kommunalfriedhof „Techniken des Erinnerns“ entschlüsselt. Uraufführung ist am Mittwoch (21. 6.) bei der Sommerszene.

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Und wer putzt in Europa?

SOMMERSZENE SALZBURG 2017

11/05/17 Viel Tanz, „leichtfüßig, humorvoll, verstörend“, politisches Theater und Performances im Öffentlichen Raum bringt die Sommerszene von 20. Juni bis 1. Juli in fünf Österreichischen Erstaufführungen, drei Neuproduktionen für die Sommerszene und zwei Gastspielen.

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Pure Energie

SOMMERSZENE / BOOM BODIES

04/07/16 Acht Körper, die unter pulsierenden Beats beben, zittern, sich öffneten und immer wieder ausbrechen: Doris Uhlig präsentierte mit „Boom Bodies“ eine von eigenen Tanztechniken geprägte Choreographie, die vor Energie nur so strotzte.

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Besuch bei den schnipselnden Utopisten

HINTERGRUND / SOMMERSZENE / HOME SWEET HOME

01/07/16 Man bastelt frisch drauflos bei der Sommerszene. Besonders Kreative haben sich einen Radweg durch das Schloss Mirabell, den Sitz des Bürgermeisters, ausgedacht. Sonst sind solche Stadt-Spiele zu Schulschluss Sache von Kindern und Jugendlichen in der Eishalle, diesmal lädt die Sommerszene Erwachsene ein.

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Analog ist besser

SOMMERSZENE / THE DJ WHO GAVE TOO MUCH INFORMATION

30/06/16 Es klingt fast zu herrlich oldschool, um wahr zu sein. Drei DJs, ein Publikum. Ein Tisch, ein Plattenspieler, 146 LPs. Das sind vier große Stapel, viele sind gezeichnet vom liebevollen Durchblättern, Auspacken, Einpacken, Auflegen, Abstauben.

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Pumpen, bis die Pumpe schlappmacht

SOMMERSZENE / BLACK MARROW

27/06/16 Erna Ómarsdóttir, Damien Jalet und die Iceland Dance Company lassen das Sommerszene-Publikum in einen archaischen Albtraum abtauchen. Ihr „Black Marrow“ ist ein tiefschwarzer Tanz-Tripp, der dezibelstark direkt ins Mark trifft.

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Müll schlichten, Salzburg bauen, Platten hören

SOMMERSZENE / DIE ZWEITE FESTIVAL-WOCHE

28/06/16 Architekten haben es in Salzburg nicht leicht: Gut hundertfünfzigtausend Denkmalschützer wissen es auf jeden Fall besser. Bei der Sommerszene können sie nun zeigen, was sie stadtplanerisch drauf haben – beim interaktiven Planspiel „Home Sweet Home“. Auch sonst geht es hoch her bis zur „Letzten Nacht“ am Samstag (2.7.).

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Schwere Watschen ausgeteilt mit leichter Hand

SOMMERSZENE / RABTALDIRNDLN / DU GINGST FORT

27/06/16 Vom Sauabstechen sind sie alle vier ziemlich weit weg. Dem Kernöl sind sie mit Vergnügen nah. Sauabstechen oder Kernöl - der Erinnerung entkommen sie nicht. Nicht einmal der Sehnsucht, wieder einmal ein Dirndl zu tragen. „Du gingst fort“, stellen die „Rabtaldirndln“ verwundert fest und fragen: „Warum?“

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